Analysten erwarten Boom im Offshore-Outsourcing
Immer mehr Firmen verlagern IT ins Ausland

Outsourcing ist in: Immer mehr Unternehmen geben ihre Informationstechnologie (IT) mit den zugehörigen Prozessen an spezialisierte Dienstleister ab. Die Verlagerung ins Ausland, das so genannte Offshore-Outsourcing, boomt regelrecht.

jojo MÜNCHEN. „Der Markt wächst dieses Jahr um 40 Prozent. Das wird sich auch in den nächsten Jahren so fortsetzen“, betont Ian Marriott, Analyst der Beratungsgesellschaft Gartner.

Der Grund für die Begeisterung der IT-Manager für das Ausland: Wer seine Rechenzentren hier zu Lande schließt und anderswo von Spezialisten betreiben lässt, kann die Kosten nach Angaben von Gartner um bis zu 60 % drücken. Im Schnitt seien 20 bis 30 % zu erzielen. Drei von vier der größeren und mittelständischen Unternehmen würden sich derzeit mit dem Thema beschäftigten. Davon profitieren vor allem Länder wie Indien, Irland und die Philippinen, die nach Angaben der amerikanischen Beratungsfirma Metagroup zusammen mehr als zwei Drittel des gesamten Offshore-Marktes beherrschen.

Die Risiken einer Verlagerung ins Ausland seien allerdings nicht zu unterschätzen, warnt Gartner-Analyst Marriott: „Offshore-Outsourcing ist nur schwer zu managen. Dazu brauchen die Firmen Fähigkeiten und Leute, die sie jetzt noch gar nicht haben.“ Gartner empfiehlt deshalb, bis zu 10 % des Volumens eines Outsourcing-Deals in den Aufbau eines internen Teams zu investieren.

Dazu kommt: Die Auswahl der einzelnen Länder ist nicht ganz einfach. „Man muss sich genau anschauen, welche Aufgabe man in welches Land vergeben kann“, sagt Marriott. So sei in aufstrebenden Ländern wie Russland und China die Sprache eine Herausforderung. Beim unangefochtenen Marktführer Indien dagegen gilt die politische Stabilität wegen der andauernden Spannungen mit Pakistan als Problem.

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