Analysten erwarten steigenden Druck auf Zulieferer der Halbleiterhersteller – ARM reagiert mit Zukauf von Artisan
Chipdesigner müssen schneller schalten

Auf konzernunabhängige Chipdesigner wie MIPS oder ARM kommen harte Zeiten zu. Denn die erwartete Konsolidierung in der Halbleiterindustrie wird auch die Branche der Zulieferer von Blaupausen für den Chipbau durcheinanderwirbeln.

FRANKFURT/M. Das geht aus einer aktuellen Studie der Gartner Group hervor. Danach bekommen Chipdesigner nicht nur wachsende Konkurrenz durch klassische Chiphersteller. Auch werden sie in der Produktentwicklung schneller schalten müssen, denn die Herausforderung durch den Bedarf an komplexeren Halbleiter wächst rasant.

Jim Tully, Halbleiter-Experte der Gartner-Marktforscher, hatte mit einer Prognose für Schlagzeilen gesorgt, nach der in den nächsten zehn Jahren rund 40 Prozent der Halbleiterfirmen vom Markt verschwinden werden. Als Grund für diese Entwicklung hat er die wachsende Integration der Halbleiter in Systeme und Geräte ausgemacht. Dies führe zu einer rasant steigenden Komplexität dieser Bauteile. „Die steigende Integration hat ihren Preis“, macht Tully deutlich und ergänzt, dass viele der heutigen Chiphersteller diesen Anforderungen nicht gewachsen seien.

Das hat auch Folgen für die Chipdesigner. Die Spezialisten entwickeln Halbleiter-Baupläne, nach denen Hersteller wie Intel, Texas Instruments oder Samsung ihre Chips fertigen. „Es ist eine Herausforderung, die immer komplexer werdenden Chips zu entwickeln, und es erfordert eine neue Generation von Design-Werkzeugen“, schreibt Tully.

Die britische ARM Holdings hat das Problem erkannt. Mit der vor wenigen Tagen angekündigten Übernahme des US-Wettbewerbers Artisan will sich ARM für die Herausforderungen rüsten. „Der Artisan-Deal ist enorm wichtig für uns. Er hilft uns, den wachsenden Kundenanforderungen und dem Trend zu immer komplexeren Halbleitern gerecht zu werden“, begründet Mike Inglis, der für das weltweite Marketing verantwortliche Manager von ARM, die Übernahme.

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