Analysten sprechen von Etappensieg: Rambus scheitert mit Klage gegen Infineon

Analysten sprechen von Etappensieg
Rambus scheitert mit Klage gegen Infineon

Der US-Halbleiterentwickler Rambus ist im jahrelangen Rechtsstreit mit dem deutschen Chipkonzern Infineon in den USA vorerst gescheitert.

HB SAN FRANCISCO / MÜNCHEN. Ein Bezirksgericht in Richmond im US-Bundesstaat Virginia habe die Klage in allen Punkten abgewiesen, teilten beide Unternehmen am Dienstagabend mit. Rambus-Anwalt John Danforth sagte, die US-Firma sehe gute Chancen für eine Berufung. Infineon zeigte sich erfreut über die Entscheidung.

Der Kurs der Rambus-Aktie brach nach Bekanntwerden der Entscheidung nachbörslich um mehr als zehn Prozent ein. Die Infineon-Aktie legte in einem schwächeren Gesamtmarkt am Mittwochvormittag um 1,3 Prozent auf 8,02 Euro zu. Die Papiere gehörten damit zu den stärksten Gewinnern im Deutschen Aktienindex. Ein Analyst warnte jedoch davor, den Streit mit Rambus bereits als endgültig erledigt zu betrachten. Es handele sich nur um einen Etappensieg für Infineon, sagte er.

Rambus mit Sitz im kalifornischen Palo Alto zieht seit Jahren mit Klagen wegen angeblicher Patentrechtsverletzungen gegen namhafte Chipproduzenten vor Gericht, um Schadenersatzzahlungen in Milliardenhöhe durchzusetzen. Die Firma beschuldigt die Konzerne, ihre Patente beim Bau von Standard-Speicherbausteinen verletzt zu haben.

Die nun getroffene Entscheidung des Gerichts in Virginia ist nur der jüngste Schritt in einem seit vier Jahren laufenden Verfahren. So hatte Infineon bereits einmal gesiegt, woraufhin Rambus erfolgreich in Berufung gegangen war. Daraufhin wurde das Verfahren wieder an das Bezirksgericht zurückverwiesen.

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