Analystenerwartungen getroffen
Ohne Fußball verdient Pro Sieben Sat1 besser

Deutschlands größter TV-Konzern Pro Sieben Sat1 hat 2003 trotz eines Umsatzrückgangs um rund fünf Prozent seinen Gewinn verdreifacht. Obwohl die Gruppe keine Belebung des Werbemarktes sieht, will sie ihr Ergebnis im laufenden Jahr erneut deutlich verbessern.

HB UNTERFÖHRING. 2003 „Unser Ziel ist es, das Ergebnis der Pro Sieben Sat1-Gruppe im Jahr 2004 nochmals deutlich zu steigern, auch wenn wir nicht von einem Wachstum des TV-Werbemarkts ausgehen“, erklärte Senderchef Urs Rohner am Freitag in Unterföhring bei München. Der Werbemarkt werde im laufenden Jahr voraussichtlich stabil bleiben. Für das abgelaufene Geschäftsjahr geht die Sendergruppe, deren Aktie im MDax notiert ist, von einem Nettorückgang - also inklusive Rabatte - von vier bis sechs Prozent aus.

Pro Sieben Sat1 bekräftigte seine Pläne, bis Ende April eine Kapitalerhöhung im Volumen von bis zu 280 Mill. € umzusetzen, mit deren Erlös vor allem die Schulden abgebaut werden sollen. Zu den jüngsten Spekulationen um einen Einstieg der Sendergruppe ins Pay-TV-Geschäft, das bislang alleine von Premiere bedient wird, wurde in der Presseerklärung keine Stellung genommen. „Eine unserer vorrangigsten Aufgaben ist es, (...) die Pro Sieben Sat1-Gruppe erfolgreich in das digitale Zeitalter zu führen“, hieß es lediglich.

Im Gesamtjahr traf Pro Sieben Sat1 die Erwartungen der Analysten punktgenau und lag beim operativen Ergebnis sogar leicht besser. Unter dem Strich fiel den Angaben zufolge ein Gewinn von 45 Mill. € an nach 15 Mill. € im Jahr zuvor. Vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) verbuchte das Unternehmen ein Plus von 196 (2002: 134) Mill. €. Ursache für den Anstieg sei eine Reduzierung der Kostenbasis um elf Prozent gewesen - in absoluten Zahlen 207 Mill. €. Dies wurde vor allem durch den Wegfall der Bundesliga-Sendung „ran“ erreicht. Der Umsatz sank angesichts der Flaute im deutschen Werbemarkt erneut um fünf Prozent auf 1,807 Mrd. €.

Analysten hatten im Schnitt mit einem Ebitda von 186 Mill. € sowie einem Nettogewinn von 47 Mill. € gerechnet. Die Nettofinanzschulden bezifferte Pro Sieben Sat1 auf 676 Mill. € - ein Rückgang um zehn Prozent.

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