Analystenerwartungen verfehlt
Sonderbelastungen trüben AMD-Zahlen

Der zweitgrößte Hersteller von Mikroprozessoren, Advanced Micro Devices, ist im abgelaufenen Quartal in die Gewinnzone zurückgekehrt. Das Plus fiel jedoch geringer aus, als von Analysten erwartet. Als Grund hierfür nannte das Unternehmen am Mittwoch Kosten im Zusammenhang mit einem Gemeinschaftsunternehmen.

HB SAN FRANCISCO. AMD führte den Gewinn nach US-Börsenschluss vor allem auf höhere Marktanteile bei Servern, Desktop-Computern und mobilen Produkten zurück. Bei PCs ging das wohl zu Lasten des Konkurrenten Intel - der hatte am Dienstag Analysten mit seinem Quartalsergebnis enttäuscht und bekannt, AMD habe bei PCs „vielleicht einen Punkt Marktanteil abnehmen können“. Die AMD-Aktie wurde nachbörslich vom Handel ausgesetzt. Den offiziellen Handel hatte sie fast vier Prozent im Plus bei 34,15 Dollar beendet.

Im vierten Quartal habe sich ein Nettogewinn von 95,6 Mill. Dollar oder 21 Cent je Aktie ergeben nach einem Verlust von 30 Mill. Dollar oder 13 Cent je Aktie im Vorjahr, teilte AMD mit. Der Umsatz kletterte um 45 Prozent auf 1,84 Mrd. Dollar. Analysten hatten im Schnitt mit einem Gewinn von 27 Cent je Aktie gerechnet. Beim Umsatz rechneten sie mit 1,65 Mrd. Dollar.

AMD hatte im Zusammenhang mit der Abspaltung des Speicherchip-Gemeinschaftsunternehmens mit Fujitsu, Spansion, 110 Mill. Dollar Sonderbelastungen verzeichnet. Ohne diese Kosten hätte sich ein Gewinn je Aktie von 45 Cent ergeben, teilte der Konzern mit.

Spansion selbst verzeichnete im abgelaufenen Quartal den Angaben zufolge einen Nettoverlust von 47,5 Mill. Dollar nach 26,6 Mill. Dollar im Vorjahreszeitraum. Die Ausgaben seien gestiegen, hieß es zur Begründung. Allerdings hätten die Umsätze zugelegt. Sie stiegen dem Unternehmen zufolge um 15 Prozent auf 592 Mill. Dollar. Für das laufende Quartal sagte Spansion einen leichten Rückgang bei den Umsatzerlösen voraus und verwies auf saisonale Effekte.

Die Aktie von Intel hatte nach Bekanntwerden der Geschäftszahlen deutlich nachgegeben und die Aktienmärkte belastet. Analysten deuteten indes an, Intel werde gegenüber AMD wohl wieder zulegen können in diesem Jahr. Sie verwiesen auf eine Reihe leistungsstarker Chips, die der Konzern 2006 herausbringen will.

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