„Anbahnungstreffen“
Staatsanwaltschaft: SEC bittet um Treffen im Fall Siemens

Die US-Börsenaufsicht SEC will mit den Münchener Ermittlern die Korruptionsfälle bei Siemens erörtern. Sollte diese eine Geldstrafe verhängen, könnte es für den Konzern richtig teuer werden.

HB MÜNCHEN. Die Amerikaner hätten um ein „Anbahnungstreffen“ in der laufenden Woche in der bayerischen Landeshauptstadt gebeten, sagte Oberstaatsanwalt Anton Winkler am Montag. Näheres sei noch nicht bekannt. Sollte die SEC die Korruptionsaffäre mit einer Geldstrafe ahnden, könnten Milliardenzahlungen auf Siemens zukommen.

Winkler gehe weiterhin davon aus, dass es noch im Herbst zu ersten Anklagen in der Schmiergeld-Affäre kommen werde. Die Münchener Strafverfolger ermitteln bislang wegen schwarzer Kassen über rund 200 Mill. Euro in der ehemaligen Kommunikationstechniksparte Com, die zur Bestechung eingesetzt worden sein sollen. Der Konzern selbst hat indessen weit mehr als das doppelte an Geldern auf den Prüfstand gestellt. Siemens durchforstet nach Com und der an Continental verkauften Autozuliefersparte VDO auch die übrigen Konzernbereiche nach dubiosen Geldströmen.

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