Angebliche Lizenzverstöße
Lycos will Lycos nichts zahlen

Der Internet-Portalbetreiber Lycos Europe wehrt sich gegen Forderungen seines Namensvetters Lycos Inc, der Ausgleichszahlungen wegen angeblicher Verstöße gegen Lizenzvereinbarungen verlangt.

HB FRANKFURT. Lycos Inc werfe Lycos Europe vor, seit dem Jahr 2000 gegen eine Vereinbarung zur Nutzung der Markenrechte verstoßen zu haben und fordere eine „erhebliche Ausgleichszahlung“, teilte Lycos Europe N.V. am Mittwoch mit. Ein Sprecher des in den Niederlanden ansässigen Unternehmens wollte die Höhe der Forderung nicht beziffern, wies sie aber als „abwegig und komplett haltlos“ zurück.

Lycos Europe sei mit Lycos Inc derzeit in Gesprächen über eine Erweiterung der bestehenden Lizenzvereinbarungen, erläuterte der Sprecher. Das Unternehmen wolle mehr Freiheiten bei der Verwendung der Marke bekommen. „Die Vorwürfe haben uns vollkommen überrascht“, sagte der Sprecher. „Wir sind nach wie vor daran interessiert, zu einer Lösung zu kommen, sind aber auch darauf vorbereitet, unserere Auffassung vor Gericht zu vertreten.“

Lycos Europe und Lycos Inc haben außer dem gemeinsamen Namen keine gesellschaftlichen Verbindungen mehr. Großaktionär bei Lycos Europe ist Bertelsmann, bei Lycos Inc ist es seit dem Verkauf 2004 der südkoreanische Technologiekonzern Daum. Damals waren auch die Rechte zur Nutzung der gemeinsamen Marke vertraglich festgelegt worden.

Lycos Europe betreibt Internetportale in mehreren europäischen Ländern und bietet zugleich Netzzugänge an. Lycos Inc ist vor allem in den USA aktiv.

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