"Angebot für Pro Sieben Sat1 unter Wert"
Saban will mehr von Springer

Aufsichtsrat und Vorstand der noch von Haim Saban kontrollierten Sendergruppe Pro Sieben Sat1 haben erwartungsgemäß keine klare Empfehlung für das Übernahmeangebot des Springer-Konzerns abgegeben. Die bisherige Offerte ist ihnen jedenfalls zu niedrig.

HB MÜNCHEN. Der Angebotspreis von 14,11 € je Vorzugsaktie erfülle zwar die gesetzlichen Voraussetzungen, entspreche nach Auffassung von Vorstand und Aufsichtsrat aber nicht dem Wert der Pro-Sieben-Aktie, teilte das Unternehmen am Freitag in München mit. Eine Springer-Sprecherin sagte, der Konzern werde sein Angebot nicht verändern.

Bereits bei der Ankündigung der Übernahme des größten deutschen TV-Konzerns durch Springer im August hatte sich abgezeichnet, dass Springer nicht am Aufkauf der Vorzugsaktien gegen Bargeld interessiert ist. Bereits damals hatte das in Aussicht gestellte Übernahmeangebot für die Vorzugsaktien unter deren Börsenkurs gelegen. Am Freitag wurde die im MDax notierte ProSieben-Vorzugsaktie um 0,5 % höher als am Vortag für 14,36 € gehandelt.

Der größte europäische Zeitungsverleger Springer will die beiden Unternehmen auf längere Sicht verschmelzen und die Vorzugsaktien von Pro Sieben Sat1 dann in neue Vorzugsaktien von Springer umtauschen. Springer hatte sich zunächst für rund 2,5 Mrd. € die stimmberechtigten Stammaktien der Investorengruppe um den US-Milliardär Haim Saban gesichert, die im Zuge der Pleite der Kirch-Gruppe bei dem TV-Konzern eingestiegen waren. Damit verfügt Springer über alle stimmberechtigten Anteile und einen Teil der Vorzugsaktien.

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