Angebot über 17,7 Milliarden Pfund
Telefonica findet in O2 den idealen Partner

Der spanische Telekommunikationsriese Telefonica bietet umgerechnet 26 Milliarden Euro in bar für den britischen Mobilfunk-Betreiber O2. Die Unternehmen ergänzten sich perfekt, auch in Deutschland.

HB LONDON. Das Unternehmen teilte am Montag mit, es biete 17,7 Milliarden Pfund oder 200 Pence für jede O2-Aktie. Dies entspricht einem Aufpreis von 22 Prozent auf den Schlusskurs vom Freitag. Nach Bekanntgabe des Angebots stiegen O2-Aktien um 25 Prozent auf 205 Pence. Das O2-Management habe das Angebot als „fair“ und „angemessen“ bezeichnet, hieß es weiter. Es empfehle den Aktionären, die Offerte anzunehmen.

Wie es in der Mitteilung von Telefonica weiter hieß, soll O2 als Marke erhalten bleiben. Auch der Unternehmenssitz soll weiterhin in Großbritannien bleiben. Das operative Geschäft werde vom derzeitigen Management fortgeführt. Die O2- Direktoren Sir David Arculus und Peter Erskine sollen Mitglieder im Board of Directors bei Telefonica werden.

Die geplante Übernahme würde Telefonica Zugang zu zwei der größten Mobilfunk-Märkte Europas verschaffen: Deutschland und Großbritannien. Denn obwohl Telefonica 145 Millionen Kunden hat und gehört damit zu den weltweit größten Telekommunikationskonzernen gehört, ist das Unternehmen in Europa nur im Heimatmarkt Spanien, mit einem Internetangebot in Deutschland und seit dem Sommer in Tschechien vertreten. Über die Hälfte des Umsatzes erzielt Telefonica in Lateinamerika, wo das Unternehmen in 13 Ländern aktiv ist – darunter Mexiko, Ecuador, Chile, Brasilien und Argentinien.

O2 hat 15 000 Mitarbeiter und 24,6 Millionen Mobilfunk-Kunden in Großbritannien, Irland und Deutschland. Durch den Zusammenschluss kämen zwei schnell wachsende Unternehmen zusammen, die sich geographisch gut ergänzten, sagte O2-Chef Peter Erskine, der O2 weiterhin führen soll.

Aus Verhandlungskreisen verlautete, Telefonica wolle die Übernahme durch einen Kredit der Citigroup, der Royal Bank of Scotland und von Goldman Sachs finanzieren. Denn im ersten Halbjahr verfügten die Spanier nur über einen Barmittelüberschuss (Free Cash Flow) von 2,6 Milliarden Euro. Die Marktkapitalisierung liegt allerdings bei stolzen 67 Milliarden Euro.

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