Anhaltender Abwärtstrend - Kurs bricht ein
Nokia enttäuscht die Märkte

Der weltgrößte Handyhersteller hat im zweiten Quartal weiter Markanteile verloren sowie Gewinn- und Umsatzeinbußen verzeichnet. Die Finnen erwarten nach einem schwachen zweiten Quartal auch im restlichen Jahresverlauf wegen des harten Wettbewerbs keine Besserung.

HB HELSINKI. Der finnische Konzern bekräftigte am Donnerstag Pläne zu weiteren Preissenkungen, mit denen er seine dominante Position verteidigen will. Daher rechnet das Unternehmen allerdings mit einer weiteren Schwächung der Ertragskraft und gab eine Gewinnprognose ab, die die Finanzmärkte enttäuschte. Der Nokia-Aktienkurs brach zeitweilig mehr als 15 % auf den tiefsten Stand seit nahezu sechs Jahren ein. Dadurch wurden auch andere Technologiewerte deutlich mit nach unten gezogen, was die europäischen Aktienmärkte insgesamt stark belastete.

Nokia hatte zuletzt auf dem Weltmarkt kräftig Federn gelassen. Der Marktanteil der Finnen schrumpfte nach Daten des Marktforschungsinstituts Gartner in den ersten drei Monaten 2004 auf 28,9 (Vorjahreszeitraum: 34,6) Prozent. Experten führen dies auf einen Mangel an neuen Modellen und Schwächen beim Design zurück. Im April hatte der Konzern selbst eingeräumt, von der anziehenden Handy-Nachfrage wegen Lücken in der Angebotspalette nur bedingt profitieren zu können.

Nach den Worten von Nokia-Chef Jorma Ollila konnte der Konzern im Mai seinen Marktanteilsverlust aber stoppen. Die Rentabilität sieht er indes weiter unter Druck. „Was das dritte Quartal dieses Jahres angeht, so wird die Profitabilität durch einige der ausgewählten Preissenkungen beeinträchtigt, die wir in der nahen Zukunft fortsetzen werden“, sagte Ollila. Von einem dramatischen Rückgang der durchschnittlichen Verkaufspreise im laufenden Vierteljahr gehe er aber nicht aus.

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