Anleihemarkt
Software AG erwägt Ausgabe von Anleihen

Die Software AG überlegt, Anleihen herauszugeben, um an Geld zu kommen. Das könnte schon bald geschehen. Denn das Unternehmen fürchtet teurere Bankfinanzierung durch die zunehmende Regulierung im Finanzsektor.
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FrankfurtDie Software AG erwägt die Ausgabe von Anleihen, um sich Geld zu besorgen. „Für uns könnte auch der Anleihemarkt interessant werden“, sagte der Finanzvorstand der Software AG Arnd Zinnhardt in einem Interview mit der „Börsenzeitung“ vom Samstag. Sollte sich das Unternehmen zu einem solchen Schritt entscheiden, würde dies bald geschehen. Denn auf den klassischen Mittelstand kämen schwere Zeiten zu, da die Bankfinanzierung wegen der zunehmenden Regulierung teurer werden dürfte.

Wachsen wolle der Darmstädter Konzern, der nach SAP das zweitgrößte deutsche Software-Unternehmen ist, vor allem organisch, sagte Zinnhardt. „Daneben werden vor allem kleinere Übernahmen eine Rolle spielen, etwa um Technologien einzukaufen, für die wir bei unseren Kunden eine Nachfrage sehen.“

Trotz eines im Februar gestarteten Aktienrückkaufprogramms will die Software AG weiter eine Dividende zahlen. „Hier bleiben wir bei der Ankündigung, 20 bis 25 Prozent unseres Nettogewinns an unsere Aktionäre auszuschütten“, sagte Zinnhardt. Für das Rückkaufprogramm, das spätestens am 31. Dezember abgeschlossen sein soll, stehen dem Konzern bis zu 180 Millionen Euro zur Verfügung. Der Finanzchef kündigte für die nächste Hauptversammlung den Vorschlag an, dem Unternehmen weitere Möglichkeiten zum Aktienrückkauf einzuräumen.

Erst im Januar hatte die Software AG eine Durstrecke beim Gewinn für dieses Jahr angekündigt. Das hatte die Aktien des Konzerns um 15 Prozent einbrechen lassen. Von dieser Talfahrt haben sich die Anteilsscheine bisher noch nicht erholt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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