Anteilserhöhung
Springer Verlag beginnt mit Buchprüfung bei ProSieben

Mit Blick auf die mögliche Aufstockung seiner Anteile bei ProSiebenSat.1 beginnt der Axel Springer Verlag einem Zeitungsbericht zufolge in der kommenden Woche mit der Prüfung der Bücher des größten deutschen TV-Konzerns. Springer erhalte dabei Einsicht in sämtliche Bücher, um Chancen und Risiken einer Anteilserhöhung zu bewerten.

HB MÜNCHEN. Das berichtet der Berliner „Tagesspiegel“ (Donnerstagausgabe). Im August könnten die Verträge geschlossen werden, und die Übernahme dann bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Eine Sprecherin von ProSiebenSat.1 lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht ab. Auch Springer gab keinen Kommentar ab.

Springer ist grundsätzlich an der Erhöhung seines Anteils von derzeit zwölf Prozent interessiert. Springer-Chef Mathias Döpfner hatte mehrfach erklärt, das Verlagshaus strebe eine strategische Beteiligung von zumindest 25,1 Prozent an oder werde sein Paket verkaufen. Derzeit kontrolliert eine Investorengruppe um den US-Milliardär Haim Saban 88 Prozent der stimmberechtigten Stammaktien und 50 Prozent des Grundkapitals von ProSiebenSat.1.

Die Investorengruppe hatte die Mehrheit an dem TV-Konzern im Zuge der Pleite der Kirch-Gruppe erworben. Für die Aktien gab es ursprünglich eine Haltefrist bis August. Die Investoren hatten mit den Gläubigern der ehemaligen Kirch-Gruppe nach Angaben aus Branchenkreisen diese Klausel abgeändert. Dadurch wurden auch sofortige Gespräche mit Springer möglich. Der neuen Vereinbarung zufolge müssen die Investoren den Kirch-Gläubigern 15 Millionen Dollar zahlen, falls sie vor März 2006 Aktien verkaufen.

Zu der Investorengruppe um Saban zählen auch Private-Equity-Gesellschaften, die ihre Beteiligungen gewöhnlich nach einer gewissen Zeit wieder abstoßen. Zu der Gruppe zählt die US-Investmentgesellschaft Hellman & Friedman, die auch bei Springer Großaktionär ist.

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