Anteilsrückkauf bei Mobilfunk-Tochter
Swisscom zahlt Vodafone aus

Vor Jahren hatte der Telekommunikationskonzern Swisscom dem britischen Konkurrenten Vodafonen einen 25-prozentigen Anteil an seiner Mobilfunktochter Swisscom Mobile abgetreten. Den haben die Schweizer nun zurückgekauft.

HB BERN. Swisscom zahlt insgesamt 4,25 Mrd. Franken (2,8 Mrd. Euro). Der Preis setzt sich aus einem Unternehmenswert von 4,05 Mrd. und Nettobarmitteln von 200 Mill. Franken zusammen, wie die Swisscom am Dienstag mitteilte. Die Transaktion soll den Angaben zufolge am Mittwoch abgeschlossen und vollständig über Fremdkapital finanziert werden.

Der Schweizer Branchenführer verspricht sich von dem Rückkauf eine verbesserte Position bei der Umsetzung seiner Konvergenz-Strategie sowie erhöhte Ausschüttungen zu Gunsten der Aktionäre. Die Partnerschaft mit dem britischen Konzern Vodafone soll auch nach dem Rückkauf auf der Basis eines langfristigen Kooperationsvertrags unverändert fortgesetzt werden.

Die Briten hatten sich im März 2001 für 4,5 Mrd. Franken mit 25 Prozent an Swisscom Mobile beteiligt. Im vergangenen November hatte die Swisscom mit Zustimmung des Bundesrats die Verhandlungen für einen Rückkauf der Beteiligung aufgenommen.

Nach Einschätzung der WestLB hat Vodafone einen Preis am oberen Ende des Möglichen erzielt. Analyst Morten Singleton sieht den Schritt von Vodafone als Teil einer Strategie, Ordnung in das Portfolio zu bringen. Die Briten zögen sich aus Unternehmen zurück, in denen ihnen entweder die Management-Kontrolle versagt bleibe, oder bei denen sich die Geldanlage schlicht nicht rechne. Der Analyst hält es für wahrscheinlich, dass Vodafone die Erlöse für Käufe in Wachstumsmärkten verwendet.

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