Anwender kritisieren fehlende Geschäftskonzepte für neue Generation von Firmensoftware
Kunden verlangen von SAP mehr Klarheit über Strategie

Der Strategiewechsel von SAP bei der Software-Architektur bereitet den Anwendern Kopfschmerzen. „Ich habe den Eindruck, dass die Fehler der New Economy wiederholt werden“, sagte Alfons Wahlers, Vorstand der DSAG, der Deutschen SAP Anwendergruppe, dem Handelsblatt.

FRANKFURT. „Wir haben eine neue Technologie, aber was fehlt, sind die entsprechenden Businessmodelle für die von SAP auf der Technologieebene vorangetriebene Integration aller Bereiche eines Unternehmens. Hier sehe ich SAP in der Pflicht.“

SAP will die bislang sehr monolithisch aufgebauten Unternehmensprogramme durch ein modulares System ersetzen. Dabei kann die IT ähnlich wie bei einem Auto flexibel aus einzelnen Elementen, so genannten Services, zusammengesetzt werden. Analysten begrüßen den Strategiewechsel. Der Konzern setzte sich damit an die Spitze eines Trends, der auf Dauer nicht aufzuhalten sei, heißt es.

Auch die DSAG – in ihr haben sich 1 500 Firmen zusammengefunden, die SAP einsetzen – sieht die neue Strategie grundsätzlich positiv. „Wir glauben, dass SAP mit der Service orientierten Software-Architektur auf dem richtigen Weg ist“, machte Wahlers deutlich. Das ändere aber nichts an der Kritik, dass es zur Integration dieser Technologie noch zu wenig Konzepte für Geschäftsabläufe und -prozesse gebe.

Das SAP-Management weiß um die Probleme: „Natürlich geht es nicht alleine um neue Technologien. Es geht um ganz neue Geschäftsmodelle, die erarbeitet werden müssen“, sagte Claus E. Heinrich, Vorstandsmitglied der SAP und verantwortlich für die Kunden der Fertigungsindustrie, dem Handelsblatt. Er verwies auf das Beispiel RFID, kleine Funkchips, die auf Paletten und Waren aufgebracht werden können und dadurch etwa die Logistikabläufe verbessern. „Wir arbeiten im Bereich RFID an solchen Business-Modellen. Dazu haben wir eigene Leute, wir arbeiten hier aber auch eng mit unseren Partnern zusammen“, betonte Heinrich.

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