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Anzeigenkrise: US-Medienkonzern Tribune vor der Pleite

In den USA leidet die Medienbranche noch stärker als in Europa unter der Anzeigenkrise und Kreditklemme. Das neueste Opfer ist der Medienriese Tribune. Der Zeitungs- und TV-Konzern, der unter anderem die renommierte "Los Angeles Times" herausgibt, hat am Montag Insolvenzantrag nach Kapitel 11 gestellt. Das Management fürchtet, die Kredite nicht mehr bedienen zu können.

NEW YORK. Bereits am Montagfrüh hatte es Berichte gegeben, dass Tribune einen Insolvenzantrag erwäge. Grund sei die Sorge, dass der von Anzeigenkrise und Auflagenschwund gebeutelte Medienkonzern wegen mangelnden Cash Flows seine Kredite nicht mehr bedienen kann, schrieben "Wall Street Journal" und "New York Times" übereinstimmend. Am frühen Nachmittag teilte Tribune am Konzernsitz dann mit, Gläubigerschutz nach Kapitel 11 des US-Insolvenzrechts zu stellen. Auf diese Weise kann sich das Unternehmen, dem zwölf Zeitungen, 23 TV-Lokalsender und der Chicagoer Baseball-Club Cubs gehören, neu strukturieren.

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Tribune habe deshalb die Investmentbank Lazard und die Anwaltskanzlei Sidley Austin als Berater engagiert, berichtete die "Chicago Tribune", die ebenfalls im Tribune-Verlag erscheint. Im vergangenen Jahr hatte der Immobilien-Milliardär Samuel Zell den Verlag für mehr als acht Mrd. Dollar übernommen, seitdem schiebt der Konzern Schulden in Höhe von fast zwöf Mrd. Dollar vor sich her. Allein im laufenden Jahr werden dafür rund eine Mrd. Dollar fällig, bis Juni 2009 noch einmal mehr als 500 Mio. Die größte Sorge bereitet dem Management laut "Wall Street Journal" aber die Verpflichtung, dass die Schulden nicht höher sein dürfen als das Neunfache des Ebitda.

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