Anzeigenplus von acht Prozent erwartet
„Die Zeit“ stellt Rekord zum Jubiläum auf

60 Jahre nach ihrer Gründung präsentiert sich „Die Zeit“ in Bestform. Die Wochenzeitung, die wie das Handelsblatt zur Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck gehört, stellte im vergangenen Jahr einen Umsatz und Gewinnrekord auf. Die Erlöse beliefen sich nach Unternehmensangaben auf 104 Mill. Euro. Der Gewinn vor Steuern betrug 10,5 Mill. Euro.

DÜSSELDORF. Die Aussichten für die Wochenzeitung sind gut. „Wir erwarten auch für 2006 ein Anzeigenplus von acht Prozent. Nach den ersten zwei Monaten sieht es gut aus“, sagte gestern Verlagsgeschäftsführer Rainer Esser dem Handelsblatt. „Wir entwickeln uns besser als der Gesamtmarkt.“

Insgesamt geht die Branche in diesem Jahr nur von einem leichten Anzeigenplus aus. Der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) erwartet ein Wachstum des Anzeigengeschäfts von bis zu zwei Prozent.

Auch bei der Auflage der „Zeit“ läuft es überdurchschnittlich gut. „Wir lagen zuletzt bereits mehrmals über 500 000 Exemplaren“, sagte Esser. Laut IVW lag die verkaufte Auflage im vierten Quartal des vergangenen Jahres bei rund 481 000 Exemplaren. „Das ist das Ergebnis des guten Zusammenspiels zwischen Verlag und Redaktion. Das Blatt präsentiert sich heute elegant und leserfreundlich. Die Artikel sind aktueller und besser auf den Punkt gebracht“, bilanziert Esser.

Vor diesem Hintergrund war gestern „Die Zeit“ in Feierlaune. Chefredakteur Giovanni di Lorenzo schnitt anlässlich des 60. Geburtstages auf dem Rathausmarkt in Hamburg eine Geburtstagstorte an. Das liberale Wochenblatt war am 21. Februar 1946 erstmals erschienen.

Ob in diesem Jahr allerdings ein neuer Rekordumsatz eingefahren wird, lässt der Verlag offen. Esser sagte nur: „Wir wollen über 100 Mill. Euro Umsatz machen.“

2005 hatte die „Zeit“ mit Büchern exzellente Geschäft gemacht. Das 20bändige Lexikon wurde 110 000 mal verkauft, die Welt- und Kulturgeschichte 60 000mal. Anfang März startet die Zeit eine Kinderbibliothek mit 15 Bänden. Mitte April folgt noch einen Hörbuch-Edition zu Sigmund Freud. Auch für das zweite Halbjahr sind Buchprojekte in Planung. Eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen, sagte der 49-jährige Esser. 2005 erwirtschaftete der Verlag ein Fünftel der Umsätze mit Sondergeschäften.

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