AOL bleibt Sorgenkind
Time Warner meldet kräftigen Gewinnanstieg

Starke Ergebnisse im Fernseh- und Kabelgeschäft haben dem US-Medienriesen Time Warner im dritten Quartal zu einem Gewinnsprung verholfen. Die krisengeschüttelte Internetsparte AOL leidet allerdings weiterhin unter rückläufigen Werbeeinnahmen und Abonnentenzahlen.

HB NEW YORK. Der Konzern, zu dem auch das Filmstudio Warner Brothers, das Musikunternehmen Warner Music und Fernsehsender wie CNN oder HBO gehören, bekräftigte am Mittwoch zugleich die Geschäftsprognosen für das laufende Jahr. Die Aktien von Time Warner reagierten mit Kursverlusten auf den Geschäftsbericht.

Der Netto-Gewinn stieg im vergangenen Vierteljahr nach Firmenangaben auf 541 (Vorjahreszeitraum 57) Millionen Dollar. Zu dem Zuwachs trugen unter anderem auch Erlöse aus den Verkauf von Aktien des IT-Dienstleisters chinadotcom bei. Der Umsatz stieg um vier Prozent auf 10,3 Milliarden Dollar. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen erhöhte sich um neun Prozent auf 2,3 Milliarden Dollar.

Der Internetsparte AOL, deren Kürzel der Medienriese erst kürzlich aus seinem Firmennamen gestrichen hatte, machen weiter der schwache Werbemarkt sowie rückläufige Abonnements zu schaffen. Im dritten Quartal verlor AOL weitere 688.000 Abonnenten. Die Werbeeinnahmen brachen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 33 Prozent ein.

Positiv ist die Tendenz allerdings bei AOL Europe. Dort stieg die Zahl der Abonnenten im vergangenen Quartal um 23.000. Insgesamt hat AOL in Europa 6,3 Millionen Abonnenten, das sind 113.000 mehr als vor einem Jahr. „Es war schön zu sehen, dass AOL Europe zulegt,“ sagte Jeffrey Logsdon, Analyst bei Harris Nesbitt Gerard. Trotz der rückläufigen Zahlen im US-Markt seien die Ergebnisse bei AOL besser ausgefallen als von ihm erwartet. America Online hatte Time Warner im Jahr 2001 für 112 Milliarden Dollar gekauft. Das war die größte Fusion der Wirtschaftsgeschichte. Seitdem ist der Wert der Online-Sparte drastisch gefallen.

Enttäuscht zeigte sich Analyst Logsdon von der Verlagssparte, wo sowohl Umsatz als auch operatives Ergebnis rückläufig waren. Zu den bekanntesten Zeitschriften dieser Sparte gehören das „Time magazine“, „Entertainment Weekly“ und „People“.

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