Apple-Arbeitsbedingungen Schimmel, Wanzenbisse und eine 60-Stunden-Woche

Apple überstrahlt die Tech-Branche. Doch hinter all dem Glanz steckt eine dunkle Wahrheit. Denn produziert werden iPhones offenbar unter menschenunwürdigen Zuständen. Jetzt gibt es neue Vorwürfe.
Das Smartphones des US-Konzern wird in China unter verabscheuungswürdigen Zuständen produziert. Quelle: ap
Apples iPhone

Das Smartphones des US-Konzern wird in China unter verabscheuungswürdigen Zuständen produziert.

(Foto: ap)

WashingtonSchimmel an den Wänden, Wanzen in den Betten und bis zu 14 Menschen in einem Schlafraum: Die US-Arbeitsrechtsorganisation China Labor Watch hat erneut einen Zulieferer des US-Technologieriesen Apple wegen der schlechten Arbeitsbedingungen und der miesen Unterbringung der Arbeiter kritisiert. Im Werk des taiwanischen Zulieferers Pegatron in Shanghai werde in insgesamt 23 Fällen gegen Arbeitsschutzvorschriften verstoßen, erklärte die Organisation am Donnerstag.

Seit den ersten Berichten über schlimme Zustände bei Pegatron 2013 habe sich leider nichts getan. Apple war für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar.

Im Pegatron-Werk in Shanghai bekämen die Angestellten einen Stundenlohn von 1,85 Dollar (1,64 Euro) – zu wenig zum Leben, erklärte China Labor Watch. Nach der langen Schicht müssten die Arbeiter eine halbe Stunde mit dem Bus zu ihrer Unterkunft fahren. Dort seien bis zu 14 von ihnen in ein Zimmer gepfercht, Schimmel blühe an den Wänden, Wanzen hätten sich ausgebreitet, so dass viele Arbeiter Wanzenbisse aufwiesen. Das seien „verabscheuungswürdige Zustände“.

Im Werk würden zahlreiche giftige Stoffe wie Quecksilber und Arsen verwendet – die Arbeiter wüssten aber nicht, wo diese Stoffe in der Produktion eingesetzt würden, und sie wüssten auch nicht, wie sie sich vor Vergiftungen schützen können.

„Trag nie Hermes-Krawatten. Niemals“
Rauchen
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1. Tipp:

Ist dein Chef ein Raucher, bist du gefälligst auch ein Raucher.

Pakistan's Asad Shafiq (R) plays a shot away from India's Singh Dhoni during their ICC Champions Trophy group B match at Edgbaston cricket ground in Birmingham
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2. Tipp:

Ist dein Chef ein Inder oder ein Pakistani? Lerne die Cricketregeln. In dem Fall raucht er wahrscheinlich auch, also siehe Tipp Nummer 1. Aber Vorsicht: Wenn er nicht raucht, ist er ein vegetarischer Yoga-Meister.

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3. Tipp:

Trag nie Hermes-Krawatten. Niemals. Die muss man sich erst verdienen.

(Foto: Die Konzernchefs des Luxus-Unternehmens Hermes)

Bekleidungshaus Policke
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4. Tipp:

Kauf einen bis drei anständige Anzüge, ohne Bundfalten und Aufschläge. Und trag keine Krawatte, solange du nicht in ein Meeting gehst. Niemand mag die Streber, die so herumlaufen.

Krawatten sind in
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5. Tipp:

Lerne, wie man einen doppelten Windsor knüpft. Und zwar nicht zu dick.

Fashion Week: Hugo Boss Show
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6. Tipp:

Sieh zu, dass deine Schuhe immer blitzblank poliert sind. Und zwar ohne, dass jemand merkt, dass du sie polieren lässt. Das musst du dir erst verdienen.

huGO-BildID: 31168720 Graduates pose for photographs during commencement at Yale University in New Haven, Conn., Monday, May 20, 2013. (AP Photo Jess
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7. Tipp:

Wenn du an einer guten Schule warst, dann finde heraus, ob jemand von Bedeutung auch dort war. Das wird dein Mentor. Aber mach kein Aufhebens wegen deiner Universitäts-Lorbeeren. Die werden jetzt einfach vorausgesetzt.

Es gebe zwar auch Verbesserungen, erklärte China Labor Watch. So sei die durchschnittliche Arbeitszeit pro Woche von 63 auf 60 Stunden gesunken. Die Hälfte der im Pegatron-Werk beschäftigten Arbeiter seien aber befristet angestellt, obwohl nach chinesischen Vorschriften nur zehn Prozent der Belegschaft befristet angestellt sein dürfen.

Apple ist in den vergangenen Jahren vielfach wegen der schlechten Arbeitsbedingungen in Werken seiner Zulieferer in China kritisiert worden. 2010 hatten mindesten 13 Arbeiter des Zulieferers Foxconn in China Suizid begangen. Foxconn versprach Besserung und erhöhte den Lohn deutlich. 2013 hatte China Labor Watch die Zustände in drei Pegatron-Werken in China scharf kritisiert.

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