Apple-Gewinn schnellt in die Höhe
Der Sommer des iPhones

Apples Gewinne übertreffen wieder einmal die Erwartungen. Dank des Dauerbrenners iPhone schnellen die Zahlen nach oben – vor allem in China. Nur bei einem Produkt hält Tim Cook sich erstaunlich bedeckt.
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San FranciscoWenn der Klassenprimus von Silicon Valley seine neuen Noten präsentiert, dann erwartet die Branche Glanzleistungen. Das US-Magazin „Fortune“ ließ sich gar schwärmerisch zu dem Satz hinreißen: „Die Ergebnisse übertreffen, aber sprengen frühere Erwartungen nicht.“ Über die – doch ein wenig absurde – Zuversicht in die Geldmaschine Apple ist damit alles gesagt.

Auch dieses Mal enttäuscht Cupertinos Chef Tim Cook nicht. Der Konzern erwirtschaftete vergangenes Quartal einen Umsatz von 51,5 Milliarden Dollar. Der Gewinn schnellte um 31 Prozent in die Höhe, auf 11,1 Milliarden Dollar.

Apple-Aktien stiegen nachbörslich zunächst um rund drei Prozent an, gaben diese Gewinne später aber wieder ab.

Wieder einmal profitierte Apple von den starken iPhone-Verkäufen in Höhe von 48 Millionen Stück. Die Umsätze mit den Smartphones stiegen um 22 Prozent. Vor allem in China verkauft das Unternehmen immer mehr Mobiltelefone. Das hat Apple vor allem Cook zu verdanken, der sich stets für die Einführung des größeren 5,5-Zoll-Displays stark gemacht hat, die Vorgänger Steve Jobs noch vehement ablehnte hatte. Seit der Einführung größerer Displays verkauft Apple mehr iPhones als je zuvor.

In China avancierte der iKonzern mittlerweile zum Smartphone-Verkäufer Nummer Eins. Auch in diesem Quartal wuchs der Umsatz in Fernost um 99 Prozent auf 12 Milliarden Dollar. Je nach Einschätzung ist die Volksrepublik bereits zum weltgrößten Smartphone-Markt vor den USA aufgestiegen oder steht kurz davor. Das niedrigere Wirtschaftswachstum scheint Apples Wachstum in China nicht zu beeinflussen.

Finanzchef Luca Maestri erklärte, Apple könne keine Abschwächung seiner Geschäfte in der Volksrepublik ausmachen: „Wir haben dort weiterhin wundervollen Erfolg.“ Apples stärkster Konkurrent – Samsung aus Südkorea – tat sich in China jüngst schwer, wo lokale Rivalen wie Huawei verstärkt punkten.

Im Weihnachtsquartal will Apple dann dank der neuen Modelle 6S und der größeren Version 6S Plus auf einen Umsatz zwischen 75,5 und 77,5 Milliarden Dollar kommen.

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    Apple gehört daher bei der strategisch-taktischen Asset-Allokation in jedes Portfolio für das US-Exposure.

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