Apple: IPhone auf Rekordfahrt
Icahn hält Apple-Aktie für Schnäppchen

Apple fährt weiter auf der Siegerstraße. Das iPhone bricht alle Rekorde, aber es gibt auch Probleme. Der Aktienkurs kommt nicht richtig vom Fleck – und das, obwohl Großinvestor Carl Icahn über alle Maßen schwärmt.
  • 8

San FranciscoRekorde, wo man hinblickt. Apple feuert auf (fast) allen Zylindern. Das iPhone fliegt aus den Regalen, Gewinn und Umsatz explodieren. Selbst Dauernörgler und Aktionärsaktivist Carl Icahn müsste zufrieden sein. Die Zahlen für das abgelaufene Quartal scheinen seine aggressiven Prognosen für Gewinn und Umsatz zu untermauern.

Für das laufende Weihnachtsquartal verspricht Vorstandschef Tim Cook Umsätze von 63 bis 66,5 Milliarden Dollar – ein weiterer Rekord. Doch ironischerweise erhöht das nur den Druck auf ihn. Denn der Aktienkurs kommt nicht in die Gänge, nachbörslich gab es ein mageres Plus von 1,5 Prozent 101,5 Dollar.

Apple-Investor Icahn will jedoch, dass sich der Kurs des „dramatisch unterbewerteten“ Papiers verdoppelt – auf über 200 Dollar. Er will Aktienrückkäufe in ungeahntem Ausmaß beim Management durchboxen. Der Apple-Chef Cook setzt dagegen auf gute Produkte und Geduld. Wer wird sich durchsetzen?

Dass die Zahlen gut werden würden, hatte Apple schon angedeutet. Aber was am Ende des 4. Quartals des Geschäftsjahres 2013/14 (zum 29. September) tatsächlich in den Büchern stand, übertraf alle Erwartungen. Der Umsatz von 42,12 Milliarden Dollar liegt weit oberhalb der selbst gesetzten Marke von 40 Milliarden Dollar und den 37,5 Milliarden vom Vorjahr.

Daraus destillierte Cook einen Nettogewinn von 8,5 Milliarden Dollar, eine satte Milliarde mehr als im Vorjahr. Der Gewinn pro Aktie stieg überproportional auf 1,42 Dollar nach 1,18 Dollar im Vorjahr. Das liegt an Aktienrückkäufen für 17 Milliarden Dollar im Quartal, wie Apple mitteilt. Auf Drängen von Icahn musste Cook 2013 das bislang größte Aktienrückkaufprogramm der Börsengeschichte einleiten.

Der Nettogewinn verteilt sich so auf immer weniger Aktien, was gut aussieht. In einem offenen Brief forderte der Aktionärs-Investor vor zwei Wochen diese kursstützenden Maßnahmen massiv auszuweiten. Bislang will Cook nicht darauf eingehen. Er setzt auf das iPhone. Mehr als je zuvor hängt das Wohl und Wehe von den Smartphones ab, die mittlerweile 56 Prozent des Umsatzes einspielen.

Kommentare zu " Apple: IPhone auf Rekordfahrt: Icahn hält Apple-Aktie für Schnäppchen"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • An der Börse haben wir alles schon mal gehabt. Wenn trotz
    phantastischer Gewinne nichts mehr läuft, ist es meistens
    gefährlich. Sehr gut, ist nicht mehr genug. Alle die Appleaktien haben wollen, haben sie schon und die neuen
    Käufer machen den Bock nicht fett. Carl Icahn könnte auch
    auf der Verkäuferseite stehen. Wenn das bekannt wird, versaut er sich seine Verkaufskurse. Also sagt er, er kauft. Der Kurs steht so hoch, weil die Unternehmens-ergebnisse beeindrucken. Aber Apples Reichtum kann der Einzelaktionär nicht versilbern. Er kann die Vermögens-werte von Apple nicht verwerten. Er kriegt nur das, was die Börse bereit ist zu zahlen und keinen Penny mehr. Er ist scheinreich, wie alle anderen Aktionäre auch. Sie können ihr Eigentum nicht verwerten und sind einzig auf die Kursstellung angewiesen. Diese ist auf die Stimmung der Börsianer abgestellt. Diese Stimmung hat schon oft gekippt und die Massen haben kollektiv den verstopften Ausgang gesucht. Über die Kurse entscheidet dann nicht mehr das Unternehmensergebnis, sondern andere Faktoren. Zinserhöhung, Eurokrise, Konflikte und vieles anderes mehr. Also immer schön vorsichtig sein. Kauft ein Derivat auf + Apple. Dann riskiert ihr nur einen Bruchteil Eurer Kohle. Schön vorsichtig sein!

  • Wenn ein Großinvestor verkaufen will, braucht er viele dumme Schafe, die ihm den Dreck abnehmen, damit der Kurs nicht zusammenbricht. Altbekannte Masche, auch bei Bankenempfehlungen. Wenn deren Großkunden aus einem Titel aussteigen wollen, werden genau diese Titel für den sogenannten "Kleinanleger" empfohlen, damit diese den Titel fleißig in ihr Depot legen (und so den Kurs stützen).

  • Hätte, hätte Fahrradkette. Ich hab's gemacht 2008. 1000 Stück für ca. € 16.000 nachdem ich 15 Jahre mit MACs gearbeitet habe und daher wusste welch grandiosen Produkte APPLE hervorbringt. Die 16T habe ich statt eines neuen Autos in APPLE-Papiere investiert, heute kann ich mir auch u. A. ein neues Auto leisten;–))

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%