Apple-Keynote iPhone X – das Jubiläumsgerät

Apple hat pünktlich vor dem anstehenden Weihnachtsgeschäft sein neues iPhone vorgestellt. Das sogenannte iPhone X hat ein größeres Display. Der Fingerabdruck-Scanner wurde durch Gesichtserkennung abgelöst.
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Das kann das neue Super-iPhone

Das kann das neue Super-iPhone

CupertinoZehn Jahre nach dem ersten iPhone hat Apple pünktlich zum Weihnachtsgeschäft sein mit Spannung erwartetes Jubiläumsgerät vorgestellt. Das iPhone X wird in Deutschland 1149 Euro (64 GB) und 1319 Euro (256 GB) kosten und in den Farben Space Grau und Silber erhältlich sein. Es kommt allerdings mit Verspätung in den Handel. Fans können es erst ab dem 27. Oktober vorbestellen und ab dem 3. November 2017 abholen.

Neben dem Premium-Modell wurden bei der Keynote zwei weitere iPhone-Modelle vorgestellt: das iPhone 8 und das iPhone 8 Plus. In Deutschland wird das iPhone 8 mit einem Speicher von 64 GB für 799 Euro und mit 256 GB für 969 Euro in den Farben Space Grau, Silber und Gold zu haben sein. Für das iPhone 8 Plus mit einem Speicherplatz von 64 GB verlangt der Hersteller 909 Euro, für 256 GB dann 1079 Euro, ebenfalls in den Farben Space Grau, Silber und Gold. Bestellt werden können die Geräte ab dem 15. September. In den Läden werden sie ab dem 22. September liegen.

„Die Zukunft des Smartphones“, nennt Apple-Chef Tim Cook bei der Keynote die neuen Modelle. Sie sollen die nächste Dekade des Konzerns einläuten. Die Präsentation, die erstmals im neuen Apple-Hauptquartier Apple Park stattfindet, fällt in das große Apple-Jubiläumsjahr. Vor zehn Jahren erblickte das erste Kultobjekt aus Cupertino das Licht der Welt. Damals lag es noch in der Hand des legendären Gründers Steve Jobs.

Die Einführungszeremonie des neuen Premium-Produkts inszeniert Apple so magisch wie zeichenhaft. Der Hersteller lädt die etwa 1000 Gäste der Keynote in ein Gebäude, das noch an Cooks legendären Vorgänger erinnert: das Steve Jobs Theatre. Zu Beginn der Keynote steht Tim Cook unter einem riesigen eingeblendeten Bild seines Vorgängers. „Steve sollte dieses Theater eröffnen“, sagt der Apple-Chef sichtlich bewegt. „Seine Leidenschaft wird hier weiterleben.“

An den glorreichen Moment, mit dem der Aufstieg von Apple zum wertvollsten Unternehmen der Welt begann, soll das iPhone X anschließen. Dazu rüstet der Hersteller die neue iPhone-Generation mit zahlreichen technischen Neuerungen aus.

Das iPhone X erhält einen 5,8 Zoll großen Bildschirm mit Retina-Display, der bis an die Kanten des Geräts reicht. Der Touchscreen besteht aus den superhellen Leuchtdioden OLED, für die Apple laut einer Berechnung von KGI Securities etwa doppelt so viel zahlen muss wie für seine bisherige LCD-Technologie – die aber mehr Schärfe, bessere Farben und einen geringeren Energieverbrauch verspricht. Auf dem Rand lässt der Hersteller nur Platz für Kamera und andere Sensoren. Der Akku des neuen iPhone X soll zwei Stunden länger halten als der des iPhone 7.

Die auffälligste technische Neuerung: die neue Gesichtserkennung „FaceID“. Das Verfahren ersetzt künftig den Home-Button. Kunden sollen das iPhone X mit einem Blick entsperren können oder mit Apples Bezahlservice Apple Pay bezahlen und Inhalte bei iTunes oder im App Store erwerben. Die technischen Voraussetzungen für „FaceID“ schafft Apple mithilfe von vier Sensoren an der Vorderseite des Telefons.

Wer bei Apple die Fäden zieht
Apple-Legenden
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Seine Visionen spielen bei Apple immer noch eine große Rolle. Steve Jobs (links) gründete den Konzern 1976 zusammen mit Steve Wozniak (rechts) in einer Garage. Das Bild zeigt die beiden 1984 mit dem damaligen Apple-Chef John Sculley. 1985 verließ Jobs nach einem Machtkampf das Unternehmen, kehrte aber 1997 zurück. Mit dem iMac, dem iPhone und dem iPad führte er den angeschlagenen Konzern zurück auf die Erfolgsspur und machte ihn zu einem der wertvollsten Unternehmen der Welt. 2011 starb Jobs an einer Krebserkrankung.

Tim Cook
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Der Manager ist seit 1998 im Konzern und übernahm 2011 die Zügel von Gründer Steve Jobs, der nur wenige Wochen später verstarb. Der Sohn eines Werftarbeiters arbeitete zunächst bei IBM und Compaq. Beim iPhone-Konzern brauchte er lange, um aus dem Schatten von Übervater Jobs hervorzutreten. Unter anderem wurde ihm vorgeworfen, keine neuen Produktinnovationen an den Start gebracht zu haben. Darauf reagierte er unter anderem mit der Einführung der Apple Watch. 2014 outete er sich als erster Chef eines amerikanischen Großkonzerns als homosexuell.

Jonathan Ive
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Der Brite hat als Chefdesigner einen der einflussreichsten Posten im Konzern. Seit 1992 arbeitet er für Apple. Sein erstes großes Projekt war der iMac, dessen Formsprache Apple-Produkte wie das iPhone oder das iPad bis heute beeinflusst. Im Mai 2015 übernahm er den neu geschaffenen Posten als Designvorstand. Ive ist ein großer Bewunderer des Braun-Designers Dieter Rams.

Luca Maestri
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Der Italiener ist seit 2013 im Vorstand von Apple für die Finanzen zuständig. Zuvor sammelte er zahlreiche internationale Erfahrung, unter anderem bei General Motors, Nokia Siemens Networks und Xerox.

Jeff Williams
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Williams ist seit 1998 im Konzern und seit Dezember 2015 Chief Operating Officer. Zuvor arbeitete er 13 Jahre lang für den Computerriesen IBM. Er spielte zunächst eine wichtige Rolle beim Einstieg des Konzerns in den Smartphone-Markt und leitete später die Entwicklung der Apple Watch.

Eddy Cue
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Eddy Cue ist ein echtes Apple-Urgestein. Der studierte Informatiker arbeitet seit 1989 für den Konzern. Er trieb zunächst den Aufbau des Online-Geschäfts von Apple voran und war später auch für den iTunes-Store und den App Store verantwortlich. Als Senior Vice President für Internet-Software und Dienstleistungen unterstehen ihm heute alle Online-Marktplätze. 2014 wurde er für seine Verdienste um die Entwicklung der Medienbranche mit dem „Spirit of Live“-Prize ausgezeichnet.

Craig Federighi
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Der Manager ist studierter Informatiker und Elektroingenieur. 1996 lernte er beim Computerhersteller Next den Apple-Gründer Steve Jobs kennen. Nach drei Jahren beim IT-Unternehmen Ariba kehrte er 2009 zu Apple zurück. Er leitet die Entwicklung der Betriebssysteme iOS und macOS. Das für Apple charakteristisch gewordene minimalistische Design geht auch auf sein Konto.

Dazu zählt ein Infrarotsender, der Gesichtsformen aufzeichnet und mithilfe der Tiefeneffekt-Kamera und dahinterliegender Algorithmen zu einem Bild zusammensetzt. Ein weiterer Sensor schätzt die Lichtverhältnisse ein und stellt sicher, dass das iPhone X auch im Schatten oder bei strahlender Sonne funktioniert. „Die FaceID lernt, wer du bist und wie du dich veränderst“, sagt Marketing-Chef Eddy Cue.

Um die Technologie auf sich selbst anzupassen, müssen Nutzer ihr Gesicht vor den Bildschirm des iPhones halten und es hin und her bewegen. Wie gut das in der Praxis klappt, muss sich zeigen. Samsung baute ein ähnliches Verfahren namens „Face Unlock“ in das neue Galaxy Note 8 ein, hält das Verfahren jedoch für weniger sicher als eine PIN.

„Alle Analysen werden auf dem iPhone gemacht und nicht in die Cloud gesendet, das ist sicher“, versichert dagegen Cue. Es sei sehr schwer, die Technologie auszutricksen. Die Chance, dass ein anderer Nutzer das iPhone entsperre, liege bei eins zu einer Million. Die neue „FaceID“-Technologie nutzt Apple auch für kleine Spielereien, wie die „Animojis“ – bewegte Emojis mit lustigen Tieroptiken, die Nutzer an ihr Gesicht anpassen und über iMessage mit Freunden teilen können.

Besitzer von iPhone X und iPhone 8 mit einer Bildschirmgröße von 4,7 Zoll sowie iPhone 8 Plus (5,5 Zoll) können ihr Gerät künftig auch kabellos aufladen. Dazu nutzt Apple einen Technologie-Standard namens Qi. Das chinesische Wort steht für „Lebensenergie“. Hier wird Strom auf kurze räumliche Distanz hin übertragen. Apple bietet für das eigene Verfahren unter dem Namen „Air Power“ ein weißes Kissen an, auf das Nutzer alle Geräte legen und parallel aufladen können, ohne sie irgendwo einstöpseln zu müssen. Es soll nächstes Jahr verfügbar sein.

Um das Erlebnis der Apple-Fans weiter zu verbessern, rüstet der Hersteller seine Telefone mit neuen Chips aus. In iPhone 8 und iPhone 8 Plus erhöht ein Chip namens A11 Bionic die Leistung des Geräts um 25 Prozent, Grafiken werden 30 Prozent schneller verrechnet, was wichtig für künstliche Intelligenz und die Zukunftstechnologie Augmented Reality wird, bei der sich digitale Zusatzinhalte in 3D-Ansicht ins Sichtfeld der Nutzer schieben. Mit dem neuen Betriebssystem iOS 11 hatte Apple ein eigenes ARKit vorgestellt.

Die teuersten Unternehmen der Welt
Platz 87: BASF, 91 Milliarden Euro
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Der größte Chemiekonzern der Welt ist unter den reichsten Konzernen keine große Nummer. Gerade mal für Platz 81 reicht es unter den wertvollsten Unternehmen weltweit. Die Deutsche Telekom dagegen ist nicht mehr unter den Top 100 vertreten.

Quelle: PwC/dpa

Platz 59: Bayer, 95 Milliarden Dollar
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Der Abstand europäischer Konzerne zu den dominierenden US-Konzernen wird zudem nicht etwa kleiner – er wächst sogar. Nur noch 22 der Top-100-Unternehmen sind noch aus Europa – 2016 waren es noch zwei mehr. Eines dieser Unternehmen ist der Chemiekonzern Bayer, derzeit im Begriff, sich durch eine Fusion mit dem umstrittenen Saatguthersteller Monsanto deutlich zu vergrößern.

Platz 58: Siemens, 117 Milliarden Dollar
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Der Industriekonzern liegt einen Platz und einige Milliarden vor Bayer. Im Jahr der Finanzkrise, 2008, lagen auch die Europäer mit 41 Konzernen unter den 100 wertvollsten noch klar vor den USA, die 35 Mega-Firmen beisteuerten. Nach Einschätzung von Klaus-Peter Gushurst, Mitglied der Geschäftsführung der Beratergesellschaft PwC in Deutschland, hat sich „Europa nie ganz von der Finanzkrise erholt“.

Platz 56: SAP, 121 Milliarden Dollar
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Der weltgrößte Softwarehersteller außerhalb der USA ist der Primus unter den deutschen Mega-Unternehmen – und doch weit entfernt von den Spitzenpositionen insgesamt.

Platz 10: Wells Fargo, 279 Milliarden Dollar
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Die Geschichte des Finanzdienstleisters reicht bis ins Jahr 1852 zurück, wo die Wells Fargo Company mit ihren Postkutschen Wild-West-Geschichte schrieb. Das als systemrelevant eingestufte Geldhaus hat auch heute zwei Verfolger hinter sich: Die chinesischen Internetriese Tencent und Alibaba auf Platz elf und zwölf lauern auf den Angriff auf die Top 10.

Platz 9: JP Morgan Chase, 314 Milliarden Euro
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Auf Platz 9: Die größte Bank der Welt, JP Morgan Chase. Die New Yorker konnten ihre Spitzenpositionen bei den Geldhäusern in diesem Jahr sogar noch ausbauen.

Platz 8: Johnson & Johnson, 338 Milliarden Dollar
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Der Pharmazie- und Konsumgüterhersteller ist für seine Aktionäre ein beständiger Quell der Freude: Seit 55 Jahren erhöht das Unternehmen jedes Jahr seine Dividende. Derzeit steckt der Konzern, der die Finanzkrise bemerkenswert gut bewältigte, in der 30 Milliarden teuren Übernahme der Schweizer Arzneifirma Actelion.

Weitere Neuigkeiten aus dem Apple-Universum: Die Apple Watch Series 3 erhält einen internetfähigen LTE-Chip und eine elektronische SIM-Karte, mit dem das Gerät unabhängig vom iPhone funktionieren soll. Apple-Nutzer können ihr Telefon künftig zuhause lassen und die Uhr dennoch nutzen, Telefonate empfangen, Karten oder Navigation aufrufen sowie 40 Millionen Songs streamen oder sich mit dem Sprachassistenten Siri unterhalten. Mit dem LTE-Chip kostet das neue Modell 399 Dollar, ohne 329 Dollar. Vorbestellt werden können die Modelle ab dem 15. September, erhältlich in den Läden werden sie ab dem 22. September sein.

Apple TV erhält die höhere Auflösung 4K HDR und liefert damit künftig etwa viermal so viele Bildpunkte (Pixel) wie das bisherige Full HD. Die Bilder erscheinen schärfer und farbiger. Die Grafiken sollen künftig viermal schneller ausgeliefert werden.

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1 Kommentar zu "Apple-Keynote: iPhone X – das Jubiläumsgerät"

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  • Huawei und inzwischen auch Nokia wieder - bauen tolle Smartphones - nur das Handelsblatt berichtet dann nicht mit 3 Artikeln auf ihrer ersten Seite - online....
    sind das Werbeanzeigen?

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