Apple muss sich strecken
Das iPad gefällt der Geschäftswelt nicht

Der Bedarf der Privatkunden an Apples iPad ist langsam gedeckt. Geschäftskunden konnte der Konzern mit seinem Tablet aber bislang noch nicht überzeugen. Will Apple seine Absatz-Ziele erreichen, muss sich das ändern.

San FranciscoTraditionell führt der Verkaufsstart neuer Apple-Produkte zu langen Schlangen begeisterter Fans vor den Filialen des US-Konzerns. Bei den iPads, die seit 2010 im Handel sind, sieht das seit kurzem anders aus: Der Absatz ist rückläufig. Nun wirbt der erfolgsverwöhnte Konzern mit einem neuen Tablet-Computer um Geschäftskunden, die für Schwung bei den Verkaufszahlen sorgen sollen.

Im November kommt das größere und leistungsstärkere Gerät iPad Pro in Deutschland in den Handel. Bisher machen Geschäftskunden bei Apple nach Schätzung von Analyst Daniel Ives von der Investmentbank FBR Capital Markets lediglich zehn Prozent der jährlichen Umsätze von 183 Milliarden Dollar aus.

Mit General Electric verfügt Apple zumindest über einen weltweit bekannten Großkonzern als Kunden. Der Siemens-Konkurrent stellt einigen seiner rund 305.000 Mitarbeiter die Nutzung von Apple-Geräten zur Wahl. Trotzdem sind in dem Haus nur etwa 20.000 iPads und 60.000 iPhones im Einsatz. Was Apple daran verdient, ist unklar.

Der Konzern hält sich bezüglich seiner Anstrengungen in der Geschäftswelt bedeckt. Apples Marketing-Vizechef Phil Schiller betonte bei der Geräte-Präsentation am 9. September, das iPad Pro sei um rund 80 Prozent schneller als tragbare Computer und bezeichnete das Tablet „als ideal für das Berufsleben“.

Grundsätzlich könnte das iPad Pro wie ein normaler Arbeitslaptop eingesetzt werden. Analysten zufolge sind jedoch viele firmenspezifische Anwendungen und Datensätze noch nicht mit dem Apple-Betriebssystem iOS kompatibel, was den Alltag im Büro erschwert und vor einem Wechsel zögern lässt. Ein Geschäft nur mit Apple-Geräten und -Software zu betreiben, sei eigentlich nicht möglich, sagt der Analyst J.P. Gownder vom Marktbeobachter Forrester.

Seite 1:

Das iPad gefällt der Geschäftswelt nicht

Seite 2:

Enge Zusammenarbeit mit anderen Konzernen

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%