Apple und Facebook
Fruchtbarkeit auf Eis gelegt

Damit sie erst Karriere machen können, zahlen Apple und Facebook jungen Mitarbeiterinnen das Einfrieren ihrer Eizellen. Nicht der erste Versuch, qualifizierte Frauen zu binden. Doch das Angebot stößt auch auf Kritik.
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DüsseldorfApple und Facebook haben sich eine besondere Art der Motivation von Mitarbeiterinnen ausgedacht. Damit junge Frauen zuerst Karriere machen und dann schwanger werden können, bieten die beiden US-Konzerne ihnen an, ihre Eizellen auf Firmenkosten einfrieren zu lassen. Das berichtet der US-Fernsehsender NBC. In dem Beitrag heißt es, dass Frauen bei Facebook das Angebot schon seit einiger Zeit wahrnehmen können. Bei Apple soll es im Januar soweit sein. Damit seien die beiden IT-Firmen die ersten großen Konzerne, die diese Kosten für ihre weiblichen Angestellten ohne ersichtlichen medizinischen Grund übernehmen, schreibt NBC.

Die beiden Unternehmen zahlen aber unter verschiedenen Konditionen: Apple deckt die Kosten der Frauen, die später selbst noch Kinder bekommen wollen. Facebook hingegen gibt das Geld Frauen, die ihre Eizellen einfrieren lassen, um die befruchteten später von einer Leihmutter austragen zu lassen. Die IT-Konzerne stellen dafür bis zu 20.000 US-Dollar (knapp 16.000 Euro) bereit. NBC zufolge haben mehrere Facebook-Mitarbeiterinnen das Angebot bereits angenommen.

Es könne als „Ausgleich“ für ihren Einsatz verstanden werden, sagte der Fruchtbarkeitsspezialist Philip Chenette gegenüber der NBC. Kritiker monieren, dass Apple und Facebook Frauen vor die Wahl zwischen Karriere und Elternzeit stellen. Befürworter hingegen sehen den Kostenausgleich als Wettbewerbsvorteil für die beiden IT-Konzerne, weil sie ihre Mitarbeiterinnen an sich binden und ihnen erst eine Karriere ermöglichen. „Eine Karriere und Kinder zu haben, ist immer noch schwer“, sagt Brigitte Adams, eine Befürworterin des Eizellen-Einfrierens und Gründerin des Forums Eggsurance.com.

Apple und Facebook gelten allgemein als frauen- und familienfreundlich. Die IT-Konzerne aus dem Silicon Valley unterstützen beispielsweise Fruchtbarkeitsbehandlungen bei Frauen, die schwanger werden wollen, sowie Adoptionen. Facebook zahlt frischgebackenen Eltern sogar einen Betrag von 4000 US-Dollar (rund 3000 Euro), auch bekannt als „Baby Cash“, wenn der Nachwuchs das Licht der Welt erblickt. Das Geld steht zur freien Verfügung der Eltern.

Das soziale Netzwerk hat zudem ein klares Zeichen gesetzt, als es 2008 die frühere Google-Managerin Sheryl Sandberg holte und sie zur operativen Geschäftsführerin machte. Sandberg gilt als Kopf der neuen amerikanischen Frauenbewegung und führte ihren Standpunkt im vergangenen Jahr in ihrem Buch „Lean In“ aus. Sie hat selbst zwei Kinder.

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  • Genau, das ist es. Die sind am Puls der Zeit. Legal-illegal-scheißegal, alles schon mal da gewesen. Hau weg den Scheiß, Moral war vorgestern. Heute war Lokführerstreik und ich habe Menschen hilflos am Frankfurter Hauptbahnhof herumirren sehen. Ohne die entsprechende App ging Null und nirgends jemand der sie am Händchen hätte nehmen können. Entsprechend sah es auf den Autobahnen im gesamten Rhein-Main-Gebiet aus. – Dünnes Eis, auf dem wir uns bewegen. Aber Deutschland geht es gut!

  • Der Muslimfrau mit Ihren acht Kindern gehört die Zukunft. Da können die sog. Karrierefrauen einfrieren solange sie wollen. Als nächstes könnte man die Eizellen bei Männern einpflanzen, oder bei Schimpansen?

  • Egal ob es gut gemeint ist, ich finde es sehr erschreckend, in was für Dinge sich der Mensch einmischt. Besonders bei solchen Sachen, wo er seine Finger aus dem Spiel lassen sollte.
    Und ich empfinde nichts positives für Menschen, die auf solche Methoden zurückgreifen. Natur adé

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