Apple verliert Umsatz

Die fetten Jahre sind vorbei

Erstmals seit 2001 beendet Apple das Geschäftsjahr mit einem Umsatzrückgang. Neue Wachstumsquellen jenseits des iPhones sind für Konzernchef Tim Cook weiter nicht in Sicht.
5 Kommentare

Starke Gewinneinbrüche - Ob das Weihnachtsgeschäft retten kann?

Starke Gewinneinbrüche - Ob das Weihnachtsgeschäft retten kann?

San FranciscoIn solchen Momenten reagiert selbst der sonst souveräne Tim Cook schmallippig. Ob der Apple-Chef etwas zur langfristigen Strategie für die nächsten Jahre sagen könne, fragt ein Analyst in dem Telefonat mit Investoren nach der Präsentation der Quartalsergebnisse. Oder ob er momentan vor allem auf das reagiere, was so am Markt passiert.

Schon allein die Frage ist eine Frechheit. Zumindest aus der Perspektive von Apple. Schließlich fußt das Selbstbewusstsein des Konzerns darauf, sich wenig darum zu scheren, was die anderen tun, sondern vor allem die eigenen Visionen zu verfolgen. Entsprechend zugeknöpft antwortet Cook. „Wir haben sehr viel in der Pipeline, wie immer reden wir nicht darüber, aber wir sind zuversichtlich.“

Nicht so die Wall Street. Nach der Bekanntgabe der Zahlen sank der Aktienkurs von Apple nachbörslich um mehr als zwei Prozent. Erstmals seit 2001, wo mit der Einführung des iPod der Aufstieg von Apple zur Tech-Macht mit den großen Visionen begann, schließt der Konzern das Geschäftsjahr mit einem Umsatzrückgang ab. Die fetten Jahre, in denen die iPhone-Verkäufe den Konzern zur wertvollsten Firma der Welt machten, sind vorbei.

Im dritten Quartal in Folge muss der Hersteller nun sinkende Umsätze verbuchen, diesmal sanken sie um neun Prozent auf 46,9 Milliarden Dollar. Die Nettoeinnahmen fielen um 19 Prozent auf neun Milliarden Dollar (1,67 Dollar pro Aktie) von 11,1 Milliarden Dollar (1,96 Dollar pro Aktie) im Vorjahr.

Ohne Kopfhörer und mit schwarzem Glanz
Ähnliches Design
1 von 13

Am Design der neuen iPhone-Modelle hat Apple wenig verändert – sieht man davon ab, dass das Antennenband nun im Rahmen verläuft und das 7 Plus eine zweite Kamera hat. Trotzdem...

Mehr Leistung, mehr Speicher
2 von 13

... hat das Unternehmen einiges verändert. Das neue Gerät ist leistungsfähiger, zudem rüstet Apple den Speicher auf: Die kleinste Version hat 32 Gigabyte, die größte 256 Gigabyte.

Neue Farbvariante „diamantschwarz“
3 von 13

Sehr beliebt scheint die neue Farbe „Diamantschwarz“ zu sein, die an Klavierlack erinnert – darauf deuten die langen Lieferfristen hin.

Doppelkamera des iPhone 7 Plus
4 von 13

Das große iPhone hat eine zweite Kamera mit optischem Zoom – Nutzer können damit Bildausschnitte ohne Qualitätsverluste vergrößern.

Einfach- und Doppeltzoom
5 von 13

Der Effekt ist deutlich sichtbar: Kinder und Tiere lassen sich deutlich leichter ins Bild rücken. Links die Aufnahme mit einfachem Zoom, rechts die mit doppeltem.

Optischer Bildstabilisator
6 von 13

Der optische Bildstabilisator macht sich bei Fotos in dunkler Umgebung wie auch bei Videos mit hoher Bildrate positiv bemerkbar.

Einsatz im Badezimmer
7 von 13

Eine nicht unwesentliche Änderung für alle, die ihr Smartphone auch mit ins Badezimmer nehmen: Die neue Generation ist gegen Staub und Wasser geschützt. Wenn das iPhone 7 ins Badewasser fällt, ist das nicht so dramatisch.

Es rächt sich immer mehr, dass fast zwei Drittel der Einnahmen am iPhone hängen. Im vierten Quartal verkaufte Apple 45,5 Millionen iPhones, 2,5 Millionen Stück weniger als im Jahr zuvor. Die Nachfrage ist offenbar gesättigt. Besonders in Teilen Chinas, wo Apple im Vorjahresquartal Zuwächse von bis zu 99 Prozent verzeichnete, lassen die Verkäufe nach.

Ob Apple von dem Desaster um die brennenden Galaxy Note 7 von Samsung profitieren könne, das der Aktie zwischenzeitlich zu einem Höhenflug verhalf, werde sich erst in den kommenden Wochen zeigen, erklärt Thomas Husson, Analyst bei Forrester. „Die Marke Samsung ist beschädigt. Doch Kunden vergessen schnell.“

Auf Hardware allein ist kein Verlass
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Apple verliert Umsatz - Die fetten Jahre sind vorbei

5 Kommentare zu "Apple verliert Umsatz: Die fetten Jahre sind vorbei "

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Dieser Artikel spiegelt definitiv nicht die Performance von Apple aus unserer Sicht.

    Bald ist das neue Hauptquartier fertig, die Schlagzahl der Produkte wird deutlich erhöht. Samsung ist erstmal weg vom Fenster. Denn Kunden vergessen sicher nicht so schnell, dass sie ihr neues Samsung nicht mal mehr mit in ein Flugzeug nehmen dürfen...

    Jetzt kommt das ersehnte Weihnachtsgeschäft und innovative Produkte sind in der Pipline...das hat Buffet alles schon richtig analysiert!

  • Also ich hab mich gerade dafür entschieden, keine Telekom-24-Monatsverträge mehr (dafür lieber 4 Wochen-kündbare Verträge bei z.B. simply) und neues iPhone? Mein 5S machts noch mind. zwei Jahre. Irgendwie hab ich persönlich auch gerade keine Lust auf Konsum. Kann auch sexy sein, oder? ))

    Außerdem finde ich das man Apple und Telekom auch mal "bestrafen" muss. Apple für das "Verbot und Verhindern" alte OS auf ältere Handys wieder aufzuspielen und die Telekom: da hab ich den Eindruck das wird alle 2 jahre 10% teurer mit Inlay - was keiner braucht. In diesem Sinne: Tschüß Apple und Telekom.

  • Solange nicht etwas wirklich innovativ Neues auf den Markt kommt, reichen die heute angebotenen IT-Produkte doch tausendfach aus.
    Warum brauche ich 8 oder 12 CPU Kerne, um im Internet zu surfen oder e-Mails abzurufen?
    Macht für mich keinen Sinn.
    Apple verkauft eh eher ein Lebensgefühl, als dass man deren überteuerte Produkte wirklich für den Alltagsgebrauch benötigt. Da tut es auch ein günstiger Windoes PC.
    Klar, Designfetischisten und Grafiker oder Fotografen, werden weiter zu einem Apple greifen, aber der Normaluser braucht die teuren Appleprodukte nicht. Gleiches gilt für die Handysparte und den ganzen anderen Kram von Apple. Wir sollten viel eher unsere IT- und Handynutzung zurückfahren, ich arbeite da selber dran, auch wenn's oft schwer fällt. Vor längerem hatte ich eine komplette Pause von 14 Tagen eingelegt. Kein Internet, keine PC- und keine Handynutzung.
    Dazu keine täglichen negativen Nachrichten in der Glotze und im Netz.
    Was soll ich sagen, mir ging's blendend.

  • ich finde das ist ne gute Nachricht, dem teuersten Unternehmen der Welt können ruhig mal ein paar Federn gerupft werden. Mir macht das Angst wenn die so mächtig sind, die haben genug zig Milliarden Gewinne gemacht die letzten Jahre und jetzt verdient man halt mal ein paar Milliarden weniger.
    Die Leute sind ja schon fast abhängig von ihrem Apple-Schrott und beten diese Marke an, zu affig sowas...um ein bißchen in Excel rumzutippen kaufen die sich nen MacBookAir...da haste keine Fragen mehr..

    Wir kaufen Dinge die wir nicht brauchen, von Geld was wir nicht haben um Leute zu beeindrucken die wir nicht mögen...

  • Irgendwann wachsen Märkte nicht mehr. Produkte gehören zum täglichen leben, quasi der Grundversorgung. Damit fehlt den kurzfristig denkenden Zockern die Wachstumsphantasie. Ein gewisser Warren Edward Buffett fängt in dieser Phase an sich für diese Werte zu interessieren. Aber was versteht der schon von den Aktienbörsen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%