Apple
Was für und gegen den Loewe-Kauf spricht

Kauft Apple mit seinen riesigen Barreserven den deutschen TV-Hersteller Loewe? Sollte der US-Konzern das tatsächlich planen, wäre es ein Bruch der bisherigen Strategie. Was dafür und was dagegen spricht.
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DüsseldorfSchon am Sonntag kam das Dementi – doch die Gerüchte wollen nicht verstummen. Apple soll für seine iTV-Pläne ein Auge auf den deutschen TV-Hersteller Loewe geworfen haben. Die erste Quelle des Gerüchts, das Blog Apple Insider, ging mit der Information am Samstag selbst vorsichtig um. „Die Korrektheit der Information konnte nicht sofort verifiziert werden, aber Apple Insider veröffentlicht sie, um eine Diskussion anzuregen“, schrieb das Blog.

Die Diskussion hat Apple Insider ohne Zweifel angeregt – auch an der Börse. Die Marktkapitalisierung der Loewe-Aktie und das Handelsvolumen ist gering – entsprechend heftig haben sich die Spekulationen auf die Aktie ausgewirkt. Doch kann wirklich etwas dran sein an dem Gerücht? Finanziell wäre die Übernahme für Apple ein Klacks. Zuletzt meldete der Konzern angesparte Barresereven von rund 100 Milliarden Dollar. Die durch den Blog kolportierte mögliche Übernahmesumme von rund 87,3 Millionen Euro ist dagegen ein Klacks.

Tatsächlich hat Apple-Chef Tom Cook in jüngster Zeit vermehrt darauf hingewiesen, dass der Konzern eine Verwendung für die riesigen Barreserven plane, die das Unternehmen inzwischen aufgebaut habe. Auf den ersten Blick scheint vieles zu passen: Apples Fernsehpläne sind schon länger bekannt und durch zahlreiche Quellen belegt. An Loewe ist der japanische Elektronikkonzern Sharp beteiligt, an dem wiederum Apple-Zulieferer Foxconn Anteile hält. Sharp selbst wird ebenfalls als möglicher Partner für einen Apple-Fernseher gehandelt.

Sollte Apple allerdings tatsächlich den Zukauf planen, wäre das eine deutliche Strategiewende: Loewe ist eine starke Marke mit eigenem Design – ein völlig untypischer Zukauf für Apple. In der Vergangenheit hat Apple vor allem bei Technologien zugeschlagen. Übernommen hat Apple meist kleine, nicht-börsenorientierte Unternehmen, deren Technologien Grundlage für Apple-Produkte wurden. Dabei wurde dem Produkt aber immer klar der Apple-Stempel aufgedrückt – oder das übernommene Produkt gleich weggeworfen und lediglich die Technologie in die bestehenden Apple-Angebote eingebaut.

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