Apple-Zulieferer
Feuer in Fabrik lässt Chippreise steigen

Die weltweiten Preise für Arbeitsspeicher schnellen in die Höhe. Ursache ist ein Feuer in einem Elektronikwerk in China. Das Werk steht für ein Sechstel der weltweiten Produktion und beliefert Apple und Samsung.
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ShanghaiEin Feuer in einem Elektronikwerk in China hat die weltweiten Preise für Arbeitsspeicher in die Höhe getrieben. Obwohl sich noch kein Engpass durch das Feuer in der Fabrik des südkoreanischen Konzerns SK Hynix in der Stadt Wuxi abzeichne, dürften die Preise weiter hoch bleiben, sagten Analysten. SK Hynix hat nach eigenen Angaben einen weltweiten Marktanteil von 30 Prozent bei den sogenannten DRAM-Chips, die in Computern, Tablets und Smartphones verbaut werden. Das Werk in Wuxi steht demnach für die Hälfte der Produktion.

Zu den Kunden von SK Hynix gehören weltweite Elektronikriesen wie Samsung und Apple, das gerade erst zwei neue iPhone-Modelle vorgestellt hat, die nun ausgeliefert werden sollen. Angesichts der rasant steigenden Smartphone-Verkäufe werde Arbeitsspeicher derzeit stark nachgefragt, sagte Analyst Wang Jun von der Firma Analysys International. „Hynix hat eine führende Position inne auf dem globalen Arbeitsspeicher-Chip-Markt, deshalb hat selbst ein einzelner Vorfall in einem Werk einen Dominoeffekt.“

Analyst Kevin Wang von IHS iSuppli rechnet zwar nicht mit einer Knappheit bei Arbeitsspeicher-Chips in den kommenden Monaten. Die Lager der Unternehmen seien derzeit gut gefüllt, sagte er. Trotzdem geht er nach eigenen Angaben davon aus, dass die Chip-Preise bis Jahresende weiter steigen werden.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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