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Apple-Zulieferer: Foxconn gewährt Arbeitern mehr Rechte

Ende der Negativschlagzeilen? Der Zulieferer Foxconn, der unter anderem für Apple produziert, will seinen Arbeitern mehr Rechte gewähren. Sie sollen sich gewerkschaftlich organisieren dürfen.

Foxconn beschäftigt in China 1,2 Millionen Menschen. Sie sollen künftig mehr Mitspracherechte erhalten. Quelle: Reuters
Foxconn beschäftigt in China 1,2 Millionen Menschen. Sie sollen künftig mehr Mitspracherechte erhalten. Quelle: Reuters

DüsseldorfDer Apple-Zulieferer Foxconn reagiert auf die Kritik an den Arbeitsbedingungen in seinen Werken: Die Beschäftigten des chinesischen Unternehmens sollen sich künftig gewerkschaftlich organisieren dürfen. Foxconn bereite derzeit geheime Wahlen vor, berichtete die „Financial Times“ am Montag. Jeder könne sich bewerben, sagte ein Firmensprecher dem Blatt.

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Bei Foxconn beginnen in diesem Monat Schulungen der Mitarbeiter. Da die Gewerkschaften bislang kaum Einfluss haben, sei den meisten jungen Beschäftigten die Rolle der Organisationen nicht bewusst, hieß es in der „Financial Times“. Die FLA kritisierte, die Wahlen seien womöglich nicht repräsentativ, weil das Management der Firma selbst Kandidaten nominiere. Foxconn sicherte aber ungestörte Wahlen zu.

Das chinesische Unternehmen ist mit seinen 1,2 Millionen Mitarbeitern der größte Auftragsfertiger der Welt und beliefert zahlreiche Hersteller von Unterhaltungselektronik, darunter Apple. Allerdings steht es seit Jahren wegen schlechter Arbeitsbedingungen, niedriger Löhne und der Beschäftigung von Minderjährigen in der Kritik, besonders nach einer Selbstmord-Serie in den Jahren 2009 und 2010.

Unter dem neuen Chef Tim Cook trat Apple der unabhängigen Fair Labor Association (FLA) bei, die seitdem eigene Inspektionen in den Foxconn-Werken vornimmt. Diese lobte, dass der Fertiger bestimmte Vorschläge zu Sicherheit und Gesundheitsvorsorge schnell umsetzte, fand aber noch erhebliche Probleme.

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