Apple-Zulieferer Japan Display
Abkühlender iPhone-Boom macht Zulieferer Probleme

Der japanische Bildschirm-Hersteller Japan Display droht im laufenden Quartal in die roten Zahlen zu rutschen. Grund ist der abflauende iPhone-Boom. Apple ist größter Kunde des Zulieferers.

TokioDer Apple -Zulieferer Japan Display bekommt den nachlassenden iPhone-Boom zu spüren. Der Bildschirm-Hersteller droht im laufenden Quartal operativ in die roten Zahlen zu rutschen. Für die Monate Januar bis März werde mit einem Minus von umgerechnet 14,6 Millionen Euro gerechnet nach einem Betriebsgewinn von rund 82 Millionen Euro ein Jahr zuvor, teilte der Konzern am Montag mit.

Hintergrund sei die Absatzabkühlung „des größten Kunden“, womit Apple gemeint sein dürfte. Der US-Technologieriese konnte den Absatz seines Kassenschlagers iPhone im vorigen Quartal kaum noch steigern und rechnet im laufenden Vierteljahr mit dem ersten Umsatzrückgang seit 13 Jahren.

Dies trifft die Japaner hart, die zuvor auf florierende Geschäfte mit Apple zählen konnten.

Doch auf den Gewinn drücken Japan Display zufolge auch höhere Kosten für Forschung und Entwicklung. Der Konzern ringt darum, bei der zukunftsweisenden Display-Technologie OLED zu südkoreanischen Konkurrenten wie LG Display und Samsung aufzuschließen.

Japan Display wurde 2012 mit staatlicher Hilfe aus den strauchelnden Bildschirm-Sparten von Sony, Toshiba und Hitachi geschmiedet.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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