Arbeitsplatzabbau beendet
HP sieht Fusion mit Compaq als abgeschlossen an

Der Computerkonzern Hewlett-Packard (HP) sieht die Fusion mit dem einstigen Konkurrenten Compaq in Deutschland bereits nach einem guten halben Jahr als abgeschlossen an. „Wir sind damit fertig“, sagte HP-Deutschland-Chef Jörg Menno Harms in einem dpa-Gespräch in Nürnberg.

HB/dpa NÜRNBERG. Der Zusammenschluss sei reibungslos über die Bühne gegangen. Der angestrebte Abbau von 1 100 Arbeitsplätzen in Deutschland sei bereits erreicht.

HP und Compaq sind rechtlich seit dem 1. November 2002 fusioniert. „Jetzt müssen wir auch mental erkennen, dass wir sehr viel stärker geworden sind“, sagte Harms. HP sei in vielen Segmenten Marktführer geworden. „Aber wir bewegen uns vielfach noch, als wären wir die Nummer drei oder vier.“

Das Unternehmen sei zwar bereits gut aufgestellt. „Wir müssen aber noch Hausaufgaben machen.“ In den nächsten Monaten stünden weitere Kostenreduzierungen an. Die Kostenstruktur komme täglich auf den Prüfstand, sagte der Chef der HP Deutschland GmbH.

Im laufenden Geschäftsjahr (31.10.) spüre man den harten Verdrängungswettbewerb der Branche. Der Hardware-Markt werde in diesem Jahr in Deutschland um drei bis fünf Prozent schrumpfen. Die Bereiche Software und Service stagnierten, „allerdings auf hohem Niveau“. Zuwächse gebe es bei Online-Diensten. Genaue Zahlen nennt das Unternehmen für Deutschland nicht mehr.

Harms kündigte an, dass HP auch den Billigmarkt verstärkt besetzen wolle. „Unsere Ingenieure sind gehalten, auch Produkte zu entwickeln, die bei einem Preis von 50 € noch Gewinn abwerfen.“ Man habe keine Berührungsängste mit irgend einer Handelsform. HP-Produkte könne es auch bei Aldi geben. „Wir glauben nicht, dass die Marke darunter leidet.“ Berichte, HP wolle die Marke Compaq in Deutschland aufgeben, stimmten so nicht, sagte Harms. „HP wird den Markennamen Compaq noch für bestimmte Produktgruppen weiter verwenden.“

Im Streit um die Urheberabgabe wandte sich Harms gegen Pauschalabgaben für bestimmte Geräte. „Wir haben ein mittelalterliches Abgabesystem“, sagte er. Die Verwertungsgesellschaften seien zu Bußgeldstellen geworden, die willkürlich die Tarife festsetzten. Es müsse zu einer Individualabrechnung kommen.

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