Arbeitszeitverlängerung
Fujitsu-Siemens droht mit Werkschließungen

Der PC-Hersteller Fujitsu-Siemens setzt die Arbeitnehmervertreter in den Verhandlungen über Kostensenkungen in Deutschland massiv unter Druck. Das Unternehmen will zurück zur 40-Stunden-Woche. Ansonsten müssten Werke geschlossen werden, hieß es.

HB FRANKFURT. „Mit der 35-Stunden-Woche werden wir unsere beiden Werke in Augsburg und Sömmerda so nicht halten können“, sagte der Chef des Gemeinschaftsunternehmens von Fujitsu und Siemens, Bernd Bischoff, der Tageszeitung „Die Welt“. „Wir sollten wieder bei 40 Stunden landen“, fügte er hinzu. Mit dem Betriebsrat werde darüber schon seit einiger Zeit gesprochen. In Augsburg arbeiten 2000 Menschen für Fujitsu Siemens, in Sömmerda in Thüringen 400.

Im ersten Geschäftsquartal (bis Ende Juni) 2006/07 sei der Markt für Personal Computer (PC) unerwartet stark zurückgegangen, vor allem in Deutschland seien die drei Monate „sehr schlecht“ verlaufen, sagte Bischoff der Zeitung. Fujitsu Siemens habe zwei Prozent weniger umgesetzt als ein Jahr zuvor. Das Joint Venture hofft früheren Angaben zufolge, die Flaute durch den Einstieg in das Geschäft mit Flachbildschirm-Fernsehern zu überwinden.

Auch bei der kürzlich übernommenen Sparte von Siemens SBS, die sich mit produktnahen Dienstleistungen beschäftigt, sieht Bischoff großen Sanierungsbedarf. Gespräche mit den Vertretern der 4000 Arbeitnehmer würden demnächst aufgenommen. „Durch die Restrukturierung entstehen hohe Kosten, die unser Ergebnis 2006/2007 belasten werden“, zitierte ihn die Zeitung.

2005/06 hatte Fujitsu Siemens vor Steuern 121 Millionen Euro verdient und den Umsatz um elf Prozent auf 6,65 Milliarden Euro ausgebaut.

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