ARD leidet unter Wahlberichterstattung
US-Serien verhelfen RTL zum Quotensieg

Amerikanische Serien wie „CSI: Miami“ machten im Monat September RTL zum Sieger bei den Zuschauern. Der Sender des Medienkonzerns Bertelsmann setzte sich mit einer Quote von 14 Prozent (Vormonat: 12,3 Prozent) an die Spitze und verdrängt damit ARD und ZDF von den bisherigen Spitzenplätzen.

hps DÜSSELDORF. Die öffentlich-rechtlichen Anstalten litten im September vor allem unter der Wahlberichterstattung. ARD und ZDF erreichten jeweils nur einen Marktanteil von 13,3 Prozent. Während das ZDF im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Prozent zulegte, verlor die ARD um 0,5 Prozent. Der Privatsender Sat 1 verbesserte sich hingegen leicht auf 11,1 Prozent.

Angesichts der guten September-Quote schöpft RTL wieder Hoffnung. „Wir sind zuversichtlich, dass wir unseren Spitzenplatz auch im Oktober halten können“, sagte ein RTL-Sprecher. Zuletzt erzielte RTL mit dem ersten Teil der Harry-Potter-Verfilmung am vergangenen Sonntag ein Spitzenquote von rund 31 Prozent. Knapp zehn Millionen Zuschauer sahen den Kinoerfolg des Hollywood-Studios Warner Bros.

Der größte deutsche Privatsender RTL kann den jüngsten Quotenerfolg mit Serien wie „CSI: Miami“ oder Sendungen wie „Die Super Nanny“ und „Einsatz in vier Wänden“ dringend gebrauchen. Dem TV-Konzern geht es seit vielen Monaten nicht gerade gut. Die Kombination aus rückläufigen Werbeeinnahmen und hausgemachten Problemen sorgte zuletzt für ein enttäuschendes Ergebnis.

Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebita) sank im ersten Halbjahr um knapp 19 Prozent auf 115 Mill. Euro. Damit löste die französische Tochter M 6 erstmals die deutsche Senderfamilie (RTL, Vox, Super RTL, N-TV) als wichtigsten Gewinnbringer des Fernsehkonzerns ab. Angesichts der mageren Zahlen fährt die neue RTL-Chefin Anke Schäferkordt einen scharfen Sparkurs. Ein weiterer Personalabbau steht bevor. Genaue Zahlen gebe es noch nicht, hieß es am Dienstag in Köln.

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