ARD und ZDF besitzen Vorkaufsrecht für 24 Spiele
WDR-Chef Pleitgen will nicht alle WM-Spiele behalten

WDR-Intendant Fritz Pleitgen hat die Vorschläge, die Übertragungsrechte der Fußball-WM 2006 zwischen öffentlich- rechtlichen und privaten Sendern aufzuteilen, grundsätzlich positiv bewertet.

HB BERLIN. Insofern liege er mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber „auf einer Linie“, sagte der Chef des größten ARD- Senders in einem Interview der Tageszeitung „Die Welt“ (Mittwochausgabe). Er war immer der Meinung, erklärte Pleitgen, „dass wir nicht alle WM-Spiele behalten sollten“.

Berechnungen der Bayerischen Staatskanzlei, wonach ARD und ZDF dadurch 100 Millionen Euro sparen könnten, wollte Pleitgen allerdings nicht bestätigen. Er wisse nicht, wie diese Summe zu Stande kommen soll. Man habe im Gegenteil den Weiterverkauf der Rechte schon in der Finanzplanung berücksichtigt. „Noch einmal: diese Summe kenne ich nicht“, betonte Pleitgen. „Wir sind bei unseren Berechnungen ohnehin davon ausgegangen, einen Teil der Spiele zu verkaufen.“

ARD und ZDF besitzen für die Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland eine Art Vorkaufsrecht für 24 Spiele. Nach Angaben von Pleitgen seien ARD und ZDF bereit, auch alle 64 Spiele zu kaufen und „davon an Interessenten Spiele zum Einkaufspreis weiterzugeben“. Eine Weitergabe von Partien mit der deutschen Elf schloss Pleitgen in dem Interview allerdings ebenso aus wie ein gemeinsames Gebot mit einem privaten Sender: „Eines geht allerdings nicht: gemeinsam mit einem Dritten zu bieten. Das würde unsere Position entwerten und wäre auch kartellrechtlich ausgeschlossen.“

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