18.07.2007

Doping: ARD und ZDF schalten Tour ab

Nach dem neuen Doping-Fall haben die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender mit sofortiger Wirkung die Live-Übertragung der Tour de France eingestellt. Ganz so schnell wollen die Sponsoren zwar nicht handeln, einen Ausstieg aus dem Radsport schließen T-Mobile und Gerolsteiner aber nicht mehr aus.

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Die Doping-Skandale verunsichern auch die Sponsoren. Foto: apLupe

Die Doping-Skandale verunsichern auch die Sponsoren. Foto: ap

HB HAMBURG. Nach Bekanntwerden der positiven Dopingprobe des T-Mobile-Profis Patrik Sinkewitz stellen ARD und ZDF ihre Berichterstattung von der Tour de France vorläufig ein. Das bestätigte ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender am Mittwoch. Er habe sich am Morgen mit dem ARD-Programmdirektor Günter Struve beraten. „Wir haben entschieden, bis zur Klärung des Falles aus der Tour-Berichterstattung auszusteigen“, sagte Brender im „Mittagsmagazin“ des ZDF. Der Boykott werde so lange anhalten, bis die Angelegenheit geklärt ist, erklärte ein ZDF-Sprecher. Der Sender Eurosport wird nach dpa-Informationen die Berichterstattung hingegen fortsetzen.

Brender setzt darauf, dass alle Beteiligten nun „Klarschiff“ machen würden. „Ich hoffe, wir haben einen Schritt dazu beigetragen“, sagte er. Vor der Tour hatten ARD und ZDF angekündigt, ihre Berichterstattung vom wichtigsten Radrennen der Welt einzustellen, sollten erneute Dopingvergehen aufgedeckt werden.


Bildergalerie Bildergalerie: Die Tour de France 2007


Sinkewitz war laut Mitteilung des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) bei einer Trainingskontrolle am 8. Juni mit einem deutlich erhöhten Testosteron-Wert getestet worden. Fassungslos reagierte Sinkewitz auf die Nachricht der positiven A-Probe. „Ich? Wieso ich? Davon weiß ich nichts. Das kann nicht sein“, meinte er. Der 26-jährige Sinkewitz war am Sonntag nach der 8. Tour-Etappe mit einem Zuschauer zusammengestoßen und hatte sich schwere Gesichtsverletzungen zugezogen. „Ich werde gleich operiert und kann mich jetzt nicht darum kümmern“, sagte er zu dem Doping-Vorwurf.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Was die Deutsche Telekom sagt.

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