Arena und Premiere
Kartellamt prüft Bundesliga-Pakt

Das Bundeskartellamt überprüft die Zusammenarbeit der beiden Bezahlfernsender Arena und Premiere auf wettbewerbsrechtliche Probleme bei der Live-Übertragung der Fußball-Bundesliga. Arena rechnet jedoch nicht mit kartellrechtlichen Problemen.

HB BONN. „Wir haben die Unternehmen am Montag angeschrieben und sie gebeten, uns die Kooperationsverträge zuzuschicken“, sagte eine Sprecherin der Wettbewerbsbehörde am Mittwoch. Das Kartellamt wolle klären, ob die Zusammenarbeit möglicherweise kartellrechtlich problematisch sei.

Die Wettbewerbsbehörde betonte allerdings gleichzeitig, die Prüfung habe keine aufschiebende Wirkung für die Zusammenarbeit der Sender, so dass die geplante flächendeckende Live-Übertragung des ersten Bundesliga-Spieltages am 11. August nicht gefährdet sei. Arena und der Konkurrent Premiere hatten in der vergangenen Woche überraschend vereinbart, die Bundesliga im Bezahlfernsehen gemeinsam zu vermarkten.

„Wir haben mit Premiere eine marktübliche Distributionsvereinbarung geschlossen und erwarten keine Probleme“, sagte Arena-Sprecherin Susanne Jahrreiss am Mittwoch Dow Jones Newswires. Die Anfrage des Bundeskartellamts zu den Verträgen bezeichnete die Arena-Sprecherin als „ganz normalen Vorgang“. Diese Sicht teilt auch das Kartellamt. Die Behörde habe die Unternehmen routinemäßig um die Verträge gebeten, sagte Sprecherin Irene Sewczyk. Das Bundeskartellamt kenne die Dokumente noch nicht und habe auch keine Hinweise auf wettbewerbswidrige Bestandteile.

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