Ascending Technologies: Intel kauft deutschen Drohnenhersteller

Ascending Technologies
Intel kauft deutschen Drohnenhersteller

Die Drohnen von Ascending Technologies weichen automatisch Hindernissen aus – künftig im Auftrag von Intel: Der Chipkonzern übernimmt den deutschen Drohnenhersteller. Er will damit das Geschäft jenseits von PCs stärken.

Las VegasIm Verkehr ist immer Vorsicht angebracht – erst recht, wenn das Gefährt über einem in der Luft schwebt. Doch die Drohne schwankt nur etwas, wenn man die Hebel auf der Fernsteuerung zu ungestüm bewegt. Am blauen Himmel über Krailling im Umland von München weht bei diesem Testflug glücklicherweise kein Wind, der die Steuerung weiter erschweren könnte.

Nicht dass es ein Problem wäre. Die Firma Ascending Technologies baut Fluggeräte, die besonders stabil in der Luft liegen, selbst starke Böen sollen sie nicht vom Kurs abbringen – ein Zusammenspiel aus hochmoderner Hardware und schlauer Software macht es möglich.

Diese Technologie will sich jetzt der Chiphersteller Intel sichern: Der Konzern übernimmt das Start-up für eine unbezifferte Summe. Es ist ein weiterer Beweis dafür, dass deutsche IT-Unternehmen international wettbewerbsfähig sind – und dass Computer immer neue Formen annehmen.

Asc-Tec, so der Kurzname, baut Drohnen für den professionellen zivilen Einsatz. Diese kommen beispielsweise bei der Wartung von Pipelines oder Stromleitungen zum Einsatz. Auch zahlreiche Universitäten arbeiten mit der Plattform.

Die Stärke der Fluggeräte liegt in der robusten Flugregelungstechnik, die aufgrund redundanter Systeme besonders ausfallsicher sein soll. Dabei kommt es nicht nur auf die Hardware an: „Die Algorithmen erlauben robustes Fliegen bei Wind“, nannte Mitgründer Jan Stumpf im November gegenüber dem Handelsblatt ein Beispiel. Mit dieser Technik gilt Asc-Tec als einer der Marktführer im professionellen Bereich.

Weit über die Szene hinaus erregte die Firma vor einem Jahr Aufsehen, als sie sich auf der Elektronikmesse CES bei einer wichtigen Veranstaltung von Intel prominent präsentieren durfte: Mithilfe von Chips des US-Konzerns navigierten die Propellerflieger autonom durch einen Hindernis-Parcours, ganz ohne menschliche Hilfe. Es war beste Werbung – und das vor den Augen der gesamten Technologiewelt.

Der Chiphersteller hatte den Drohnenhersteller einige Monate zuvor gefragt, was der mit den neuen Realsense-Kamera anfangen könne – das Gerät erstellt nicht nur ein flaches Abbild der Umgebung, sondern analysiert auch Tiefeninformationen. Die Tüftler in München machten sich an die Arbeit. „Wir haben drei Tage später ein Video hingeschickt“, erinnerte sich Stumpf im November in einem Gespräch mit dem Handelsblatt. Es war der Auftakt der Zusammenarbeit.

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Drohnen als Computerplattform der Zukunft

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