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Attraktiver Markt: Experten erwarten Übernahmen von Telekomfirmen

Mobilfunkanbieter in Schwellenländern können sich über üppige Margen und einen wachsenden Kundenstamm freuen. Darum drängen etliche Branchenriesen auf den asiatischen, afrikanischen und lateinamerikanischen Markt. Experten erwarten eine Übernahmewelle.

Der asiatische Mobilfunkmarkt wächst. Quelle: Reuters
Der asiatische Mobilfunkmarkt wächst. Quelle: Reuters

KAPSTADT/DÜSSELDORF. Experten erwarten trotz der geplatzten Megafusion zwischen dem indischen Mobilfunker Bharti und der südafrikanischen MTN mehrere Telekom-Übernahmen in Schwellenländern im kommenden Jahr. „Das Wachstum in den ,Emerging Marktes‘ ist immer noch deutlich zweistellig, und die führenden Anbieter erzielen attraktive Margen“, argumentiert der britische Marktforscher Ovum.

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Zu möglichen Interessenten für MTN und andere Schwellenland-Anbieter gehören die britische Vodafone sowie France Télécom. Beide sind bereits in afrikanischen Ländern vertreten. Sie suchen in „Emerging Markets“ das Wachstum, das sie in den gesättigten Industrieländern nicht mehr finden.

In den Schwellenländern Asiens, Afrikas und Lateinamerikas ist die Zahl an neuen Kunden zwar vergleichsweise üppig, hat vielerorts ihren Höhepunkt aber schon überschritten. Deshalb suchen selbst die Anbieter dieser Länder – bislang verwöhnt von üppigen Margen – nach Kaufgelegenheiten. In den Startlöchern steht neben Bharti der indische Wettbewerber Reliance, der in der Vergangenheit bereits Interesse an MTN signalisiert hat. Auch Etisalat aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und Qatar Telecom halten Ausschau nach Übernahmegelegenheiten, heißt es in der Branche.

Die Wirtschaftskrise ist paradoxerweise ein weiteres Argument für Zukäufe in neuen Märkten: Viele Schwellenländer sind vom Abschwung weniger stark betroffen als etablierte Wirtschaftsnationen. „Die Schwellenländer stabilisieren die weltweiten Hightech-Märkte“, sagt August-Wilhelm Scheer, Präsident des Branchenverbands Bitkom. Durch die Krise sind viele börsennotierte und ehemals sehr teure Anbieter in Schwellenländern zudem wieder erschwinglich geworden.

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