AT&T-Verkauf
Telekom fürchtet lahmenden Schuldenabbau

Die US-Tochter AT&T ist der Deutschen Telekom ein kapitalintensiver Klotz am Bein. Der Konzern droht darauf sitzen zu bleiben und fürchtet in der Folge Verzögerungen beim Schuldenabbau.
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DüsseldorfDie Deutsche Telekom muss sich nach den Worten ihres Vorstandschefs Rene Obermann bei einem Scheitern des geplanten Verkaufs von T-Mobile USA auf Verzögerungen beim Schuldenabbau einstellen. Eine wirksame Reduzierung der Verbindlichkeiten könne der Konzern dann natürlich nicht so schnell erreichen, sagte Obermann am Montagabend auf einer Veranstaltung in Düsseldorf.

„Die USA waren über lange Jahre eben ein sehr kapitalintensives Unterfangen und wir müssen die nächsten Jahre sehr viel Geld investieren“, fügte er hinzu. Sollte die Telekom die Mobilfunktochter nicht an den Konkurrenten AT&T veräußern können, müsse der Bonner Konzern neue Wege finden, die Bilanzstruktur solide zu halten. „Das wird dann natürlich nicht ganz so einfach.“ Die Telekom hatte zum Ende des dritten Quartals Nettofinanzverbindlichkeiten von 43,4 Milliarden Euro.

Die Telekom will T-Mobile USA für umgerechnet rund 28 Milliarden Euro an AT&T verkaufen, trifft jedoch damit auf Widerstand bei den US-Kartellbehörden. Sowohl die Telekommunikationsaufsicht Federal Communications Commission (FCC) als auch das Justizministerium haben große Bedenken gegen den Deal, weil AT&T bereits eine starke Position im US-Markt hat.

Unterdessen wurde eine gerichtliche Anhörung zu der Transaktion auf den neunten Dezember verschoben. Der ursprünglich für Mittwoch angesetzte Termin kann nach Angaben der zuständigen Richterin wegen terminlicher Probleme des Gerichts nicht eingehalten werden.

Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) zweifelt bereits daran, dass die Transaktion von den Kartellbehörden genehmigt wird. S&P senkte den Ausblick für die Kreditwürdigkeit der Telekom am Dienstag auf „stabil“ von „positiv“ und bestätigte gleichzeitig das langfristige Rating mit „BBB+“. Nach Einschätzung der Analysten wird zudem die gegenwärtige Abschwächung des gesamtwirtschaftlichen Umfelds die Umsatzaussichten der Telekom, vor allem in Europa, beeinträchtigen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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