Auch an weiteren deutschen Verlagen interessiert
Investor kauft Mediengeschäft von norwegischer Orkla

Der britische Finanzinvestor David Montgomery ist seinem Ziel, einen führenden europäischen Medienkonzern zu formen, einen Schritt näher gekommen. Der norwegische Mischkonzern Orkla will sein Mediengeschäft in sieben Ländern an Montgomerys Investmentfirma Mecom verkaufen.

HB FRANKFURT. Im Gegenzug werde die norwegische Gruppe mit etwa zehn bis 20 Prozent an Mecom beteiligt, teilte Orkla am Mittwoch mit. Die deutsche „Netzeitung“, die ebenfalls Orkla gehört, ist von dem Verkauf allerdings ausgeschlossen.

Das Imperium von Orkla, der fünftgrößten skandinavischen Mediengruppe, umfasst Zeitungen und Zeitschriften sowie Radio- und Fernsehstationen und Internetplattformen in sieben europäischen Ländern. In Dänemark gehören Orkla die drei größten Zeitungen, darunter „Berlingske Tidende“, in Polen die Zeitung „Rzeczpospolita“.

Montgomery hatte vor 20 Jahren begonnen, Medienunternehmen zu kaufen, und sich auf Restrukturierungsfälle spezialisiert.

Auch vor dem deutschen Markt hat er nicht Halt gemacht: Der ehemalige Chef der Londoner Boulevardzeitung „The Mirror“ sorgte mit dem Einstieg beim Verlag der „Berliner Zeitung“ und des „Berliner Kuriers“ sowie bei der „Hamburger Morgenpost“ für großes Aufsehen und heftigen Widerstand der Berliner Redaktion.

Sie sah mit dem als harter Sanierer bekannten Montgomery die journalistische Qualität in Gefahr. Montgomery hat angekündigt, weitere deutsche Verlage zu kaufen.

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