Auch für das vierte Quartal wird operativer Verlust erwartet
SCM Microsystems sieht rot

SCM Microsystems, der deutsch-amerikanische Spezialist für IT-Sicherheit, hat im dritten Quartal in seinem Kerngeschäft ein Umsatzminus verbucht, konnte den operativen Verlust aber verringern. Auch für das vierte Quartal erwartet SCM vor Steuern und Zinsen rote Zahlen.

HB ISMANING. Das operative Geschäft habe sich noch nicht belebt, analysierte das im TecDax gelistete Unternehmen am Mittwoch die Lage. Dank der Fokussierung auf das Kerngeschäft IT-Sicherheit sei die Ertragslage dennoch verbessert worden.

SCM Microsystems hat vor kurzem die Sparte Digital Media and Video (DMV) an die US-Firma Pinnacle verkauft und konzentriert sich seitdem auf IT-Sicherheitstechnologie. Ein Anziehen der Branchenkonjunktur, die seit zwei Jahren unter der Zurückhaltung von Unternehmen bei IT-Investitionen leidet, erwartet SCM Microsystems erst für das erste Halbjahr 2004.

Die SCM-Aktien reagierten zunächst mit Kursgewinnen auf die Zahlen, rutschten im Tagesverlauf aber ins Minus und notierten gegen Mittag um mehr als drei Prozent tiefer bei 7,10 Euro. „Operativ war das Quartal nicht erfreulich und auch der Ausblick ist enttäuschend“, kommentierte Commerzbank-Analyst Christian Deckart die Zahlen. Im vierten Quartal werde offenbar nicht mit einer Belebung durch das Weihnachtsgeschäft gerechnet.

Im dritten Quartal verringerte SCM den operativen Verlust auf 0,8 Millionen Dollar von 1,8 Millionen im Vorjahresquartal. Wegen einer Steuergutschrift in Höhe von 1,5 Millionen Dollar verbuchte das Unternehmen nach Steuern einen Gewinn von 1,1 (VJ: minus 6,3) Millionen Dollar. Die Umsätze litten weiter unter der schwachen Nachfrage und gingen um 15 Prozent auf 15,9 Millionen Dollar zurück.

Für das vierte Quartal 2003 prognostizierte SCM einen Umsatz zwischen 14 und 17 Millionen Dollar sowie erneut einen operativen Verlust. Die liquiden Mittel bezifferte SCM zum Ende September mit 39,4 Millionen Dollar. Im laufenden und im nächsten Quartal würden dem Unternehmen aus dem Verkauf von DMV noch weitere Barmittel von mindestens 20 Millionen Dollar zufließen.

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