Auch gegen US-Strafzölle läuft Verfahren
Hynix zieht wegen EU-Strafzöllen vor den Kadi

Der südkoreanische Chiphersteller Hynix geht mit juristischen Mitteln gegen die von der Europäischen Union erhobenen Strafzölle vor. Er legte Beschwerde bei Gericht wegen der Handelsschranken ein. Die Begründung der EU für die Einführung der Zölle ist aus Sicht von Hynix nicht haltbar.

HB SEOUL. Die Entscheidung, die Hynix staatliche Bezuschussung sowie die Schädigung von Konkurrenten vorwerfe, entspreche „nicht den Fakten und den Vorschriften“, teilte der nach Zahlen des Marktforschungsinstituts Gartner viergrößte Anbieter von Speicherchips (DRAMs) am Mittwoch in Seoul mit.

Im August hatte die EU auf eine Beschwerde des Münchener Konkurrenten Infineon hin entschieden, Strafzölle von 34,8 % auf Hynix-Produkte zu erheben. Mehrfach hatten Geldgeber dem südkoreanischen Konzern milliardenschwere Rettungspakete zur Verfügung gestellt. Konkurrenten kritisieren, hieran seien auch staatliche oder halbstaatliche Institute beteiligt gewesen.

Bereits im Juni hatten die USA aus ähnlichen Gründen Strafzölle gegen Hynix in Höhe von 45 % eingeführt. Das Unternehmen hat auch hiergegen Widerspruch eingelegt. Südkorea hat beide Strafmaßnahmen zudem vor die Welthandelsorganisation WTO gebracht.

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