Auch Online- und Mobilebereich betroffen
UEFA hat Rechte für Champions League vergeben

Gerade hat Sat 1 Vorstandschef Guillaume de Posch angekündigt, den Sender verlassen zu wollen, da erhält der Fernsehsender zusammen mit Premiere die Rechte für die Ausstrahlung der europäischen Fußball Champions League. Die Aktien beider Sender reagierten sofort und unterschiedlich auf die Ankündigung.

HB MÜNCHEN. Beide Unternehmen teilten am Donnerstag in München mit, die entsprechenden Rechte für die Ausstrahlung der begehrten Fußball-Spiele von der UEFA erhalten zu haben. Der Vertrag gilt für drei Spielzeiten bis zur Saison 2011/12. Premiere-Aktien stiegen daraufhin um mehr als ein Prozent auf 13,76 Euro. ProSiebenSat.1-Papiere, die ebenfalls im Nebenwerte-Index MDax notiert sind, büßten dagegen vier Prozent auf 6,60 Euro ein. Sie sind seit der überraschenden Ankündigung unter Druck, dass Vorstandschef Guillaume de Posch Ende dieses Jahres die Senderfamilie verlassen wird.

Sat.1 hat sich die Rechte für 17 Spiele der Champions League und 29 Partien im UEFA-Cup pro Saison gesichert. Damit wird Sat.1 mittwochs und donnerstags zum Fußballsender. "Wichtig ist uns, erstmals alle Begegnungen sowohl live als auch zeitversetzt im Online- und Mobile-Bereich ausstrahlen zu können", betonte de Posch. Sat.1 hatte in der abgelaufenen Saison nur einige ausgewählte Spiele zeigen können. Premiere kann künftig dank Spielen aus der Qualifikation zur Champions League mehr Begegnungen live zeigen. Die Abonnenten des Sportpakets könnten nun 145 Partien per Saison live sehen, 20 mehr als bisher, hieß es.

Premiere hofft, jetzt auch den Zuschlag für die Bundesliga-Rechte 2009 bis 2012 zu bekommen, um mehr Kunden zu locken. Vorstandschef Michael Börnicke rechnet bis August mit einer Entscheidung und drängt auf mehr Exklusivität, vor allem durch eine spätere Ausstrahlung der ARD-Sportschau. Die Bundesliga-Rechte werden diesmal vom Medienmogul Leo Kirch über seine Agentur Sirius vermarktet. Bislang haben sich mehr als 200 Interessenten registrieren lassen. Bei der letzten Ausschreibung war Premiere dem Rivalen Arena unterlegen, hat die Bundesliga aber mittlerweile über eine Lizenz wieder im Programm. Der DFB-Pokal läuft künftig ebenfalls bei Premiere.

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