Aufgabe von TV-Beteiligung
Anleger begrüßen Springers TV-Ausstieg

Im vergangenen Jahr war ein Übernahmeversuch gescheitert – jetzt zieht Springer Konsequenzen: Der Medienkonzern will sich von seinem zwölfprozentigen Anteil an dem TV-Unternehmen Pro Sieben Sat.1 trennen. Der Kaufvertrag mit den Mehrheitseignern KKR und Permira ist hunderte Millionen schwer.

HB BERLIN. Die Axel Springer AG kündigte am Montagabend in Berlin an, mit den Pro Sieben Sat Eins-Mehrheitseignern KKR und Permira, einen Kaufvertrag in Höhe von insgesamt mehr als 509 Mill. Euro abschließen zu wollen. Das entspreche im Schnitt 19,40 Euro je Stamm- und Vorzugsaktie. Springer hatte im vergangenen Jahr selbst versucht, den TV-Konzern zu übernehmen, war aber am Kartellamt gescheitert.

Daraufhin verkaufte der US-Unternehmer Haim Saban die Sendergruppe an Permira und KKR - für einen weit höheren Betrag als die 2,5 Mrd. Euro, die Springer geboten hatte. Die neuen Mehrheitseigner unterbreiteten den verbleibenden Aktionären ein Übernahmeangebot, bekamen aber im April von Springer noch eine Absage. Der Medienkonzern hatte sich dann zunächst alle Optionen offengehalten - nämlich den Pro-Sieben-Sat-Eins-Anteil zu halten, zu verkaufen oder aufzustocken.

Die Aussicht auf den Springer-Ausstieg stütze zunächst den Pro-Siebeb-Aktienkurs, ein Zeitungsbericht über einbrechende Werbeerlöse im Januar dämpfte aber Händlern zufolge die Kauflust. Die Aktien begannen mit einem Plus von gut zwei Prozent. Die im SDax notierten Springer-Aktien zogen nur leicht an.

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