Aufsichtsratschef von Pierer kündigt Großinvestition an
Siemens fokussiert sich auf Indien und China

Hohes Wachstum und satte Gewinne bewegen die Siemens AG zu neuen Großinvestitionen in Indien: Der Konzern hat dazu für die kommenden drei bis vier Jahre 500 Millionen Dollar bereit gestellt. Damit sollen neben der Erweiterung bestehender Fertigungsanlagen vor allem der Bau von drei neuen Fabriken finanziert werden, die elektrotechnische Teile herstellen.

HB NEU DELHI. Außerdem vergrößern die Münchner mit den Investitionen ihre Forschungs- und Entwicklungskapazitäten in Indien weiter rasant: Die Zahl der Software-Ingenieure soll sich dort allein in diesem Jahr von 3 000 auf 4 000 erhöhen. Die meisten arbeiten für die Telekommunikationssparte.

Aber auch Auto-Elektronik und Medizintechnik will Siemens künftig stärker von indischen Ingenieuren entwickeln lassen. „Das Land ist zu einem Eckstein im Konzernverbund geworden“, sagt Aufsichtsratschef Heinrich von Pierer im Gespräch mit dem Handelsblatt, „und seine Bedeutung für unsere weltumspannende Wertschöpfungskette wird in den kommenden Jahren weiter wachsen.“

Die Verfügbarkeit guter Ingenieure auf einem niedrigen Gehaltsniveau hat Indien für viele westliche Konzerne zu einer wichtigen Ressource gemacht. Für Siemens ist aber auch der indische Binnenmarkt inzwischen sehr attraktiv geworden: „Wir wachsen hier exorbitant und müssen unsere Kapazitäten ausbauen,“ begründet von Pierer die Groß-Investitionen. Mit 10 000 Mitarbeitern setzt der Konzern in dem Land rund eine Mrd. Euro um. Im Vorjahr wuchs der Umsatz um 26 Prozent, der Auftragseingang um 80 Prozent. Angesichts einer Nettogewinnmarge von rund 13 Prozent wirtschaftet der Konzern in Indien so profitabel, dass er einen Großteil der Investitionen aus einbehaltenen Gewinnen finanzieren kann.

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