Auftragslage verbessert
ASML erholt sich langsam

Der niederländische Ausrüster für Chipfabriken ASML hat seinen Nettoverlust im abgelaufenen dritten Quartal 2003 im Vergleich zum Vorjahr fast halbiert und die Analystenerwartungen erfüllt. Das Unternehmen sieht in Übereinstimmung mit der Chip-Branche Zeichen einer Erholung, so ASML-Chef Doug Dunn.

HB AMSTERDAM. Wie ASML am Mittwoch mitteilte, verbesserte sich zudem die Auftragslage deutlich. Die Aktien des Unternehmens zogen um mehr als acht Prozent an. Einen Ausblick auf die weitere Geschäftsentwicklung gab ASML jedoch unter Verweis auf die unsichere Marktlage nicht.

„Die Zeichen der Erholung sind voller Widersprüchlichkeiten“, sagte ASML-Chef Doug Dunn. Zwar habe der Auftragsbestand im vergangenen Quartal zugelegt, doch sei die Hälfte der Aufträge erst in den letzten beiden Wochen des Quartals eingegangen.

Seinen Nettoverlust bezifferte das Unternehmen für das dritte Quartal mit 31 Mill. € nach 60 Mill. € im Vorjahreszeitraum. 19 von Reuters befragte Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Verlust von 31,9 Mill. € gerechnet, allerdings mit einer Bandbreite von 15,7 Mill. bis 50,4 Mill. €.

ASML gehört zu den größten Ausrüstern für die Chipindustrie und ist nach eigenen Angaben Weltmarktführer bei Lithographiemaschinen, die die Grundausrüstung für die Chipherstellung bilden. In den Auftragsbüchern des Unternehmens stehen den Angaben zufolge 91 Lithographiesysteme, davon 80 Neubestellungen. ASML-Aktien stiegen nach Bekanntgabe der Zahlen im Amsterdamer Handel um mehr als acht Prozent auf 13,52 €. Investoren hatten sich in der Vergangenheit enttäuscht über die Auftragslage bei ASML gezeigt und waren vor allem auf die deren Entwicklung gespannt.

Die Nettoumsätze des Unternehmens lagen den Angaben zufolge im dritten Quartal bei 370,1 Mill. €. Analysten hatten im Durchschnitt mit 378 Mill. € gerechnet.

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