Aus MCI-Bieterwettstreit ausgestiegen
Qwest verbucht Quartalsgewinn

Qwest hat im abgelaufenen Quartal auf Grund von Sondereinnahmen schwarze Zahlen geschrieben. Aus der wochenlangen Übernahmeschlacht um den Konkurrenten MCI ist das US-Telekommunikationsunternehmen am Montag jedoch ausgestiegen.

HB NEW YORK. Zuvor hatte der New Yorker Telekom-Riese Verizon Communications zum dritten Mal sein Angebot für MCI erhöht. Obwohl Verizon mit der Offerte noch immer unter dem Qwest-Gebot geblieben war, hatte das MCI-Management seinen Aktionären die Annahme des Verizon-Angebots empfohlen.

Qwest gab unterdessen am Dienstag bekannt, dass die Gesellschaft dank der Verkäufe von Beteiligungen im ersten Quartal wieder einen Gewinn erzielt hat. Demnach verdiente Qwest 57 Mill. $ oder drei Cent pro Aktie nach Verlusten von 310 Mill. Dollar oder 17 Cent pro Aktie in der Vorjahresperiode. Im Ergebnis inbegriffen sei ein Gewinn von 257 Mill. Dollar im Zusammenhang mit dem Verkauf von Lizenzen und drahtlosen Netzwerkanlagen an die Verizon- Tochter Wireless. Der Umsatz sei in der Berichtsperiode auf 3,45 Mrd. Dollar von 3,48 Mrd. Dollar im Jahr zuvor gefallen, teilte die viertgrößte amerikanische Telefongesellschaft in Denver mit.

Die Übernahmeschlacht um MCI dauerte insgesamt elf Wochen. Am Montag hatte sich MCI für das angehobene Angebot von Verizon ausgesprochen und damit wieder gegen eine höhere Offerte des Rivalen Qwest. Das Verizon-Angebot ist mit insgesamt etwa 8,44 Mrd. Dollar (6,56 Mrd Euro) zwar immer noch deutlich niedriger als das von Qwest mit rund 9,75 Mrd. Dollar. MCI hatte Verizon als finanzstärkeren Partner in dem Bieterwettstreit aber vorgezogen.

Es sei nicht im besten Interesse der MCI-Aktionäre, der Kunden und Mitarbeiter, ein Verfahren fortzusetzen, das ständig gegen Qwest gerichtet sei, begründete die Qwest-Unternehmensleitung ihren Rückzug. Nach Ansicht von Analysten hat MCI Verizon den Vorzug gegeben, da Qwest mit seinem hohen Schuldenberg finanziell schwächer sei. Verizon gilt dagegen als kerngesund.

Mit MCI will Verizon seine Spitzenstellung auf dem US-Markt gegen stärker werdende Konkurrenten wie SBC Communications Inc verteidigen. In den USA ist eine grundlegende Konsolidierung der Branche im Gang. So wird der ehemalige Telefonmonopolist AT&T für 16 Mrd. Dollar von SBC Communications übernommen.

MCI ist auch deshalb so begehrt, weil der Konzern über Mill. Unternehmenskunden verfügt und ein immenses globales Hochleistungsnetz hat, über das ein erheblicher Teil des Internetverkehrs läuft.

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