Aus operativem Geschäft längst zurückgezogen
Telekom verkauft Restbesitz an Kabel BaWü

Die Deutsche Telekom hat sich von ihrem verbliebenen Minderheitsbesitz an dem TV-Kabelnetz-Betreiber Kabel Baden-Württemberg getrennt. Auch von den Minderheitsbeteiligungen an den früheren Holding-Gesellschaften der Netzbetreiber in Hessen und Nordrhein-Westfalen will sich die Telekom lösen.

Reuters BONN. Damit wäre das Engagement der Telekom im Kabel-Markt endgültig beendet. Die bei Kabel Baden-Württemberg verbliebene Telekom-Beteiligung in Höhe von 40 Prozent sei an ein Konsortium um die US-Investment-Gruppe Blackstone veräußert worden, teilte der größte europäische Telekom-Konzern am Mittwoch in Bonn mit. Angaben zum Kaufpreis machte die Telekom nicht. Das Käufer-Konsortium kontrolliere damit den Kabelnetzbetreiber vollständig, hieß es weiter.

Aus mit der Situation vertrauten Kreisen verlautete, die Telekom habe beim Verkauf einen hohen zweistelligen Millionen-Betrag erzielt. Den Buchwert der Rest-Beteiligung an Kabel Baden-Württemberg hatte der Konzern zuvor bereits vollständig abgeschrieben.

Die Telekom hatte sich im Jahr 1999 einer Forderung der Europäischen Union gebeugt und mit dem Verkauf ihres großflächig verlegten TV-Kabelgeschäfts begonnen. In den Ländern Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen gab die Telekom die unternehmerische Führung an britische und US-Investoren ab, behielt jedoch jeweils Minderheitsbeteiligungen zwischen 35 und 45 Prozent.

Wie in Baden-Württemberg steht nach Telekom-Angaben aber auch in Hessen und Nordrhein-Westfalen die Trennung von den Minderheitsanteilen an. „Wir halten nur noch formale Beteiligungen in den Holding-Gesellschaften und haben uns bereits aus den operativen Geschäften zurückgezogen“, sagte ein Telekom-Sprecher. Es fehle noch die formale Abtrennung. Die Restanteile seien bereits vollständig abgeschrieben.

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