Ausbau des Sortiments geplant
Lenovo zielt auf Privatkunden

Lenovo lässt sich Zeit. Zwei Jahre ist es bereits her, dass der chinesische Computerhersteller die PC-Sparte des US-Konzerns IBM übernommen hat. Doch erst jetzt verlassen die Asiaten die eingefahrenen Wege der Amerikaner.

MÜNCHEN. In zwei Wochen kommen die ersten Rechner von Lenovo für Privatkunden auf den Markt. Bislang hat sich das Angebot in alter IBM-Tradition fast ausschließlich an Großkunden gerichtet.

„Im Geschäft mit Endkunden wird inzwischen mehr Umsatz erzielt als mit Unternehmen. Deshalb müssen wir in diesen Markt hinein“, sagte Marc Fischer, Deutschland-Chef von Lenovo, am Mittwoch in München. Allerdings starten die Chinesen mit angezogener Handbremse in den für sie neuen Bereich: Zunächst gibt es in diesem Segment lediglich vier Desktop-PCs.

Dazu kommt, dass Lenovo nur über Fachhändler verkauft und die großen Elektronikketten wie Media Markt oder Saturn zunächst nicht beliefert. Erst wenn die Marke bekannter sei, werde der Vertrieb über diese Schiene interessant. Fischer kündigte aber an, dass das Sortiment noch dieses Jahr ausgebaut werde.

Anfang 2005 hat Lenovo das PC-Geschäft des IT-Schwergewichts IBM für 1,25 Mrd. Dollar gekauft. Der bis dahin außerhalb Chinas nahezu unbekannte Konzern katapultierte sich damit auf einen Schlag auf Rang drei der größten PC-Hersteller der Welt.

Allerdings ist der Abstand zu Weltmarktführer Hewlett-Packard (HP) und der Nummer zwei, Dell, noch riesig. Nach Angaben der Marktforscher von Gartner kam HP im vierten Quartal 2006 weltweit auf einen Marktanteil von mehr als 17 Prozent, Dell erreichte knapp 14 Prozent. Lenovo musste sich mit sieben Prozent begnügen.

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