Ausbleibender Erfolg
Sky versucht es mit neuem Chef

Neuer Name, neues Image, neues Programm – und trotzdem kommt der Bezahlsender Sky nicht voran. Deswegen greift Großaktionär Rupert Murdoch bei seinem glücklosen Münchener Investment nun erneut durch – und löst den erst vor 14 Monaten von ihm eingesetzten Deutschlandchef Mark Williams ab. Nun darf sich der Murdoch-Vertraute Brian Sullivan versuchen.
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DÜSSELDORF. Neuer Name, neues Image, neues Programm – und trotzdem kommt der Bezahlsender Sky nicht voran. Deswegen greift Großaktionär Rupert Murdoch bei seinem glücklosen Münchener Investment nun erneut durch – und löst den erst vor 14 Monaten von ihm eingesetzten Deutschlandchef Mark Williams ab. Stattdessen wird der bisherige BSkyB-Manager Brian Sullivan nun den x-ten Versuch starten, den siechen Sender noch in die Erfolgsspur zu bringen. Sullivan soll am 1. Januar 2010 zunächst als stellvertretender Vorstandsvorsitzender einsteigen und ab 1. April den Vorsitz übernehmen. Williams verlässt das Unternehmen Ende März – aus „persönlichen Gründen“, wie es in einer Sky-Pressemitteilung heißt.

Sky hatte einen Chefwechsel bislang eifrig dementiert. Williams sagte zu seinem Abgang: „Die letzten 14 Monate waren sehr bemerkenswert. Wir haben innerhalb kürzester Zeit eine Menge erreicht – dank der harten Arbeit und des Einsatzes aller Mitarbeiter von Sky. Ich glaube fest an eine vielversprechende Zukunft von Sky, und ich bin stolz, in dieser so wichtigen Zeit mit dabei gewesen zu sein.“

Der Australier war im Herbst 2008 im Auftrag von Murdochs Medienkonzern News Corp. nach Unterföhring gekommen. Der Konzern, der seine lange Leidensgeschichte unter dem Namen Premiere begann, schreibt hohe Verluste. Der Durchbruch will auch mit dem Namen Sky nicht gelingen.

Jetzt soll es nach dem kurzen Intermezzo des Zahlenmanns Williams ein Vertriebsfachmann richten. Die Gesellschafter setzen dem Vernehmen nach große Hoffnungen in Sullivan. „Er ist der Mann für das Unmögliche“, sagt ein Fernsehmanager, der ihn persönlich kennt. Brian Sullivan war zuletzt eine Art COO beim britischen Bezahlsender BSkyB. Offiziell fungierte der eloquente Amerikaner als Chef der Customer Group und führte das operative Geschäft mit Schwerpunkt Marketing, Abonnentenbetreuung, Preisgestaltung und Marktforschung.

Sullivan gilt als enger Vertrauter von James Murdoch. 2006 machte der Sohn des Medien-Tycoons Rupert Murdoch ihn zum Chef für Kundenbeziehungen. Sullivan ist bereits seit 1996 bei BSkyB und kümmerte sich um das hochauflösende Fernsehen und Internet-TV. Zuvor war der Fernsehmanager beim amerikanischen Medienkonzern Viacom.

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  • Kein Wunder: Ändern den Titel, erhöhen die Gebühren für bundesliga-Übertragungen drastisch, aber der Service bleibt schlecht. Dass ein Unternehmen online mit Kunden kommuniziert, ist vollkommen okay - wird diese Kommunikation jedoch zum Monolog, weil kein Personal zur beantwortung von Kundenmails vorhanden ist, funktioniert das System nicht. Ergebnis: Verärgerte Kunden.

  • dass der nicht mit geld umgehen kann, war klar als der dem ex marketing mann oliver kaltener nach 6 monaten zugehörigkeit eine abfindung über 750.000 euro bezahlt hat.. das sind alles dilettanten bei premiere / sky.. der fisch stinkt vom kopf, der gesamt vorstand gehört ausgetauscht. und der tellenbach ist vermutlih auch niht der richtige im AR

  • DAS wird auch ZEiT. WER SO DUMM für eine Werbekampagne 100 Mio ausgibt und dannach nicht mal ein Anstieg sieht, der muss seine Ganze Marketing und Vertriebsabteilung nach hause schicken.
    die hätten 10 mio ins produkt investieren sollen, dann hätten sie heute 2% abonnenten mehr und 90 mio gespart.
    das ganze management ist ein disaster. der ganze vorstand gehört ausgetauscht. da kann doch keiner was.

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