Ausblick 2006
Pro Sieben Sat 1 verspricht sich glänzende Geschäfte

Die Münchner Senderkette Pro Sieben Sat 1 will sich nach der gescheiterten Übernahme durch die Axel Springer AG auf ihr eigenes Wachstum konzentrieren. Mehr Umsatz mit Fernsehwerbung soll zu glänzenden Geschäften verhelfen.

HB MÜNCHEN. „Wir erwarten, dass die Pro Sieben Sat1-Gruppe auch im Geschäftsjahr 2006 ihren Umsatz und ihr Ergebnis weiter verbessern wird“, sagte Vorstandschef Guillaume de Posch am Dienstag in München. Finanzvorstand Lothar Lanz kündigte einen kräftigen Gewinnzuwachs an. Im vergangenen Jahr hat die Gruppe mit den Sendern ProSieben, Sat.1, Kabel eins und N24 den Gewinn um fast zwei Drittel auf 221 Mill. Euro gesteigert. Das für 2006 erwartete Umsatzwachstum solle auch aus der Fernsehwerbung kommen, für die der Konzern nach mehreren schwachen Jahren einen Nettozuwachs von zwei Prozent 2006 erwartet, sagte de Posch.

Pro Sieben Sat1 werde versuchen, den Zuschauermarktanteil bei den Sehern im Alter zwischen 14 und 49 Jahren mit 30 Prozent in etwa konstant zu halten, obwohl die großen, zuschauerträchtigen Sportereignisse wie die Olympischen Winterspiele in Turin und die Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland von der öffentlich-rechtlichen Konkurrenz ARD und ZDF übertragen werden. 2005 hat der TV-Konzern seinen Anteil um 0,9 Punkte auf 30,3 Prozent gesteigert.

Analysten bezeichneten den Ausblick als vorsichtig. An der Börse gab die im Nebenwerteindex MDax notierte Vorzugsaktie des Konzerns zeitweise um ein Prozent auf 20,35 Euro nach, obwohl die Dividende auf die Vorzugsaktien um fast die Hälfte auf 44 (30) Cent aufgestockt werden soll. Analyst Peter-Thilo Hasler von der HVB sagte, ein Werbezuwachs von nur zwei Prozent wäre enttäuschend. Er erwarte eher ein Plus von sieben Prozent. Das Wirtschaftswachstum und die Fußball-WM im Sommer in Deutschland sollten dem TV-Werbemarkt einen Schub geben.

Der Umsatz von Pro Sieben Sat1 wuchs 2005 um 8,4 Prozent auf zwei Mrd. Euro. Den Zuwachs schaffte Pro Sieben, obwohl der Werbemarkt erneut stagniert haben dürfte. Das Werbeaufkommen habe damit auf dem Niveau von 1997 oder 1998 gelegen, hieß es. De Posch sprach von einem hervorragenden Jahresergebnis für sein Unternehmen. Dabei profitierte Pro Sieben Sat1 aber auch von der Übernahme des Quizsenders 9live, der sein Geld mit Anrufen der Spielteilnehmer verdient und vom Werbemarkt unabhängig ist.

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