Ausblick für 2005 bekräftigt - Pläne für Kinderzeitung
Spekulationen dominieren Springer-Hauptversammlung

Die Axel Springer AG hat ihren Ausblick für 2005 bekräftigt. Für Gesprächsstoff sorgten bei der Hauptversasmmlung in Berlin allerdings mehr die Spekulationen über einen möglichen Erwerb von Pro Sieben Sat1 durch die Verlagsgruppe.

HB BERLIN. Die Springer-Verlagsgruppe hält sich zu Spekulationen über eine Ausweitung ihres Engagements beim TV-Konzern Pro Sieben Sat1 weiterhin bedeckt. Man hält sich eine Aufstockung der Anteile aber offen. „Neubewertungen oder gar Entscheidungen“ zur Strategie im Fernsehmarkt gebe es nicht, sagte Vorstandschef Mathias Döpfner am Mittwoch in Berlin. Grundsätzlich gelte unverändert, dass der derzeitige Anteil von 11,8 % an der Senderfamilie mittelfristig entweder aufgestockt oder veräußert werden solle. „Aktuelle Spekulationen“ wollte er nicht kommentieren.

Neben internationalen Engagements im Printbereich bleibe der Aufbau eines zweiten Standbeins im deutschen TV-Geschäft generell einer von zwei Wegen zu mehr Wachstum, sagte Döpfner. Wenn es Anlass für Mitteilungen gebe, würden diese erfolgen. Grundsätzlich gelte es auch 2005, strategische Marktchancen zu nutzen und Investitions- Gelegenheiten zu prüfen. „Umsatzwachstum um des Umsatzes willen, Akquisitionen aus Prestigegründen wird bei uns es nicht geben.“ Trotz eines weiter schwierigen Umfelds bekräftigte der Vorstand das Ziel, bei Umsatz und Ergebnis 2005 leicht zuzulegen.

„Alles in allem erwarten wir für das Jahr 2005 ein Ebita, das leicht über dem um die Effekte aus dem Kirch-Vergleich bereinigten Ergebnis von 2004 liegt“, sagte Döpfner. Das um Sondereffekte bereinigte Ebita betrug 2004 rund 336 Mill. Euro. „Wenn sich die neuen Titel weiterhin so erfolgreich entwickeln wie bisher und die Anzeigenmärkte sich auch hinsichtlich der Anzeigenkonditionen erholen, erwarten wir erneut einen leichten Umsatzzuwachs“, bekräftigte Döpfner weiterhin entsprechende Aussagen auf der Bilanzpressekonferenz Anfang März. Im vergangenen Geschäftsjahr setzte die Axel Springer AG rund 2,4 Mrd. Euro um.

Um dem rückläufigen Nachwuchs an Zeitungslesern entgegen zu wirken, prüft Europas größtes Zeitungshaus die Gründung einer Tageszeitung für Kinder. Dabei gehe es um einen eigenen Titel „mit ganz eigenen Themen und eigener journalistischer Perspektive“. Nähere Angaben wurden nicht gemacht.

Um dem rückläufigen Nachwuchs an Zeitungslesern entgegen zu wirken, prüft Europas größtes Zeitungshaus die Gründung von Zeitungen, die sich speziell an Kinder oder Rentner richten. „Ein Beispiel für unkonventionelle Ansätze, die wir derzeit prüfen, ist eine Tageszeitung speziell für Kinder“, sagte Vorstandschef Döpfner. Dabei gehe es um einen eigenen Titel „mit ganz eigenen Themen und eigener journalistischer Perspektive“. Schon im frühesten Schulalter könnten so Leser von morgen an die Lektüre einer Tageszeitung herangeführt werden. „Wir müssen ihre Leselust wecken, dann brauchen wir uns auch um die Zukunft der Zeitung keine Sorgen zu machen“, sagte er mit Blick auf die schrumpfende Zahl jüngerer Zeitungsleser in Deutschland.

Eine weitere Chance sieht Döpfner angesichts der Alterung der Gesellschaft in Deutschland in Titeln für Rentner. „Die Älteren von heute sind mobiler, gesünder, konsumfreudiger denn je. Und sie haben Zeit. Zeit auch zum Lesen.“ Deshalb arbeite Springer an mehreren Konzepten für diese von der Werbebranche vernachlässigte Lesergruppe. „Ob, wann und welchen Titel wir einführen, werden wir in den nächsten Monaten entscheiden“, sagte Döpfner.

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